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Bei der Großübung in Attenkirchen waren Feuerwehr und BRK gefordert.
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Großübung

Simulierter Crash in Attenkirchen fordert Feuerwehren und BRK

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Rund 80 Rettungskräfte waren am Samstagnachmittag im Einsatz, nachdem ein Auto mit einem Bus kollidiert war. Zum Glück handelte es sich bei dem Unfall nur um eine Übung. Trotzdem waren Feuerwehren und BRK gefordert. 

Attenkirchen – Drei Feuerwehren und das Bayerische Rote Kreuz mit insgesamt rund 80 Einsatzkräften waren am Samstag in Attenkirchen gefragt: Ein Klein-Pkw war frontal mit einem Bus kollidiert, hatte sich unter den Bus geschoben. Zum Glück war das nur das Szenario einer Großübung, bei der rund 20 „Verletzte“, darunter drei Schwerstverletzte, gerettet werden mussten. Floriansjünger, Ärzte und Sanitäter hatten alle Hände voll zu tun und mussten an mehreren Fronten kämpfen. Und das taten sie erfolgreich.

Es war Samstag. Punkt 13.30 Uhr ging die Alarmierung raus: Die Feuerwehren aus Attenkirchen, Zolling und Appersdorf wurden zu einem schweren Verkehrsunfall gerufen, das BRK rückte ebenfalls an. Es dauerte keine fünf Minuten, da hörte man an der Einsatzstelle schon die ersten Sirenen. Kurze Zeit später brach sozusagen die Hölle los: Aus diversen Einsatzfahrzeugen strömten die Floriansjünger, die Einsatzleiter und Gruppenführer verschafften sich schnell ein Bild von der Lage, erteilten die ersten wichtigen Anweisungen.

Die Situation war knifflig: Ein Bus hatte sich beim Zusammenstoß mit einem Pkw über dessen Motorhaube geschoben. Im Pkw waren Personen eingeklemmt, die Verletzten im Bus konnten nicht über die Türen gerettet werden, da sich auf dieser Seite eine Hausmauer befand. Als erste Maßnahmen wurden die beiden beteiligten Fahrzeuge gesichert, so dass sich der Bus nicht noch tiefer auf den Pkw senken konnte. Danach wurde eine große Seitenscheibe des Busses herausgebrochen, Tragen und ein Gerüst aufgestellt, Rettungsspreizer und Rettungsscheren samt Zubehör bereit gestellt, um die jammernden und schreienden „Verletzten“ zu retten. Manche konnten noch aufrecht den Bus verlassen, manch eine Puppe musste aber über Minuten wiederbelebt werden. Besonders schwierig, sozusagen „ein Schmankerl“, wie es ein Feuerwehrmann ausgedrückt hatte: ein Buspassagier war unter einem Sitz eingeklemmt.

Während die Notärzte und Sanitäter sich ebenfalls einen Überblick verschafften und Anweisungen erteilten, mit welchem Verletzten wie zu verfahren sei, war etwas abseits der Unfallstelle eine Fläche eingerichtet worden, wo man die Patienten versorgen konnte. Zudem hatten sich die Floriansjünger darum gekümmert, dass die Fahrbahn und Straße (also in diesem Fall die Moosburger Straße in Attenkirchen) komplett gesperrt wurde.

Zusammenarbeit klappte perfekt

Der Eindruck, den auch die Beobachter, Kreisbrandmeister und Kreisbrandinspektor teilten: Die drei Feuerwehren arbeiteten gut zusammen, stets wurde gefragt, ob die Kameraden noch Werkzeug und Ausrüstung brauchten, wo man wie unterstützend helfen könne. Und auch die Kooperation mit den BRK-Kräften klappte. „Nicht aufhören“, wurden da zwei Feuerwehrmänner angewiesen, die bei einer Puppe minutenlang und tapfer Herzdruckmassage ausübten. Wichtig war die Koordination der Kräfte vor allem deshalb, weil man sowohl die Fahrgäste des Busses als auch die Insassen des Pkw retten musste: Ohne schweres Gerät ging da gar nichts.

So anstrengend die Übung vor allem für die Einsatzkräfte, aber auch für die Mimen war, den Humor vorher und nachher hatte man nicht verloren. Wer denn schuld an dem „Unfall“ gewesen sei, wollte ein Beobachter scherzhaft vom Busfahrer wissen. Dessen Antwort: „Schau dir das Auto an: ein Frauenauto. Und da fragst du noch!? Die ist mir mit gnadenlosen 25 km/h reingerauscht.“

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