Die Führungsriege durfte gratulieren: (v. l.) Walburga Braun (Frauenbeauftragte), Franz Wagner (2. Vorsitzender), der neuer Ehrenvorsitzende Josef Pfleger, Ursel Mahlknecht (1. Vorsitzende) und Christa Koch (Schriftführerin). fotos: zz

Mitgliederversammlung 

Soziales Leben ohne VdK? „Kaum vorstellbar“

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Als Vorsitzende eines VdK-Ortsverbandes hat man nicht immer nur schöne Aufgaben zu verrichten. Ursel Mahlknecht, die Vorsitzende des VdK in Attenkirchen, freute sich deshalb besonders, als sie bei der Mitgliederversammlung am Wochenende eine besonders schöne Aufgabe verrichten durfte.

Attenkirchen– Josef Pfleger, ab 1993 für viele Jahre Vorsitzender des VdK Attenkirchen, danach Stellvertreter und Beisitzer, wurde zum Ehrenvorsitzenden des Ortsverbandes ernannt. „Du warst ein VdK’ler und du bleibst ein VdK’ler“, würdigte Mahlknecht einen ihrer Vorgänger im Amt.

Wie in so vielen anderen VdK-Ortsverbänden verzeichnet man auch in Attenkirchen steigende Mitgliederzahlen: 185 sind es derzeit, die dem Sozialverband die Treue halten – 185 von 1,7 Millionen deutschlandweit und von 675 000 in Bayern. Im Ortsverband Attenkirchen, so Mahlknecht in ihrem Bericht, werde die Mitgliederbetreuung groß geschrieben. Beispielsweise habe man im vergangenen Jahr 17 Geburtstags- und Krankenhausbesuche gemacht, habe aber auch die verstorbenen Mitglieder – acht waren es in 2017 – auf ihrem letzten Weg begleitet.

Kritisch äußerte sich Mahlknecht über die neue Regelung im Freistaat Bayern, wonach pflegende Angehörige 1000 Euro jährlich bekämen. Mehr, so Mahlknecht, wäre für die pflegenden Angehörigen getan, wurde das Problem der fehlenden Pflegekräfte endlich gelöst. 1000 Euro pro Jahr seien ja „nur ein Zuckerl“. Und: „Die Landtagswahl im Herbst lässt grüßen.“

Schwer sei es, so Mahlknecht in ihrem Bericht weiter, ehrenamtliche Mitarbeiter für die VdK-Ortsverbände zu finden. Die jüngere Generation wolle lieber „den Ruhestand ohne Ehrenamtszwang genießen“. In Attenkirchen sei man „nur eine kleine Truppe, aber jeder setzt sich da ein, wo er kann“, lobte Mahlknecht das Engagement ihrer Mitstreiter.

Volker Lahr, der stellvertretende Kreisvorsitzende, sagte, „soziales Leben in einer Gemeinde ist ohne VdK kaum vorstellbar“. Die Aufgaben würden auch sicher nicht weniger werden. Der Beweis: In 118 Fällen seien VdK-Mitglieder aus Attenkirchen in der Kreisgeschäftsstelle beraten worden, zwei Klagen habe man zudem eingereicht. Insgesamt seien für die knapp 6000 Mitglieder im Landkreis Freising mit Widersprüchen, Klagen & Co. 160 000 Euro „rausgeholt“ worden.

Nicht ganz so viel Geld hat der VdK Attenkirchen auf dem Konto. Dennoch: Nach einem Plus von 340 Euro im vergangenen Jahr hatte man Ende 2017 ein Vermögen von rund 7780 Euro.

Und dann wurden noch drei Mitglieder für langjährige Treue zum VdK geehrt: Wolfgang Mahrla ist ein Vierteljahrhundert Mitglied im VdK, Petra Koeber und Josef Eckert jeweils zehn Jahre.

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