Fühlt sich beim TSV Schwabhausen pudelwohl: Tischtennistalent Karolin Salzbrunn aus Attenkirchen will sich in der Fünften Damenmannschaft des Bundesliga-Klubs für höhere Aufgaben empfehlen. Foto: Marco Steinbrenner
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Fühlt sich beim TSV Schwabhausen pudelwohl: Tischtennistalent Karolin Salzbrunn aus Attenkirchen will sich in der Fünften Damenmannschaft des Bundesliga-Klubs für höhere Aufgaben empfehlen.

Auf dem Sprung nach oben

Tischtennis: Karolin Salzbrunn greift mit dem TSV Schwabhausen nun in der Verbandsliga an

Mit 17 Jahren ist sie auf dem Sprung nach oben: Tischtennisspielerin Karolin Salzbrunn greift mit dem TSV Schwabhausen nun in der Verbandsliga an.

Attenkirchen/Schwabhausen – Sie ist gerade einmal 17 Jahre alt – und doch hat Tischtennistalent Karolin Salzbrunn in ihrer Sportart bereits einiges erlebt. Mittlerweile spielt die Attenkirchenerin erfolgreich beim Bundesliga-Verein TSV Schwabhausen. Aktuell dort in der Fünften Mannschaft, in der sie in der zurückliegenden Punkterunde viele Siege zum Aufstieg in die Verbandsliga beigesteuert hat.

Im zarten Alter von sieben Jahren ging's los

Begonnen hat Karolin Salzbrunn mit dem Tischtennissport im zarten Alter von sieben Jahren in Attenkirchen. Ihre ältere Schwester Antonia (jetzt beim TTC Freising) war dort bereits aktiv, und so fand auch Karolin ihr Hobby an der Platte. Nach einer kurzen Eingewöhnungszeit zeigte sie schon bald großes Talent: „Nachdem ich zwei Jahre dabei war, ging es auch bereits mit den Turnieren los.“ Dort war sie meist die Kleinste, was sie aber nicht von Erfolgen abhielt: Bald wurde Karolin Salzbrunn Kreiseinzelmeisterin, startete im Jugendbereich sogar bei den bayerischen Meisterschaften. Ihren größten Erfolg schaffte sie bei diesen Titelkämpfen im Doppel mit Karina Krischke – die beiden belegten zusammen den starken dritten Rang.

In der Mannschaft in Attenkirchen war Karolin Salzbrunn damals ebenfalls die Jüngste, marschierte in der Rangliste aber trotzdem unaufhörlich bis auf Platz eins nach oben. Das Training wurde ihrem Ehrgeiz allerdings nicht mehr gerecht: „Es war einfach nicht so anspruchsvoll, es ging eher um den Spaß am Sport.“ Über einen Trainer kam dann der Kontakt zum TSV Schwabhausen zustande – und vor zwei Jahren folgte nach ein paar Probeeinheiten der Wechsel ins Dachauer Hinterland: „Hier fühle ich mich sehr wohl. Es geht zwar auch noch um den Spaß, aber auch viel um die Leistung.“

Ihre Stärke sieht sie im Angriffsspiel

In Attenkirchen seien nicht mehr viele besser als sie gewesen, betont die 17-Jährige. Das änderte sich in Schwabhausen natürlich: „Dort wird ja sogar Bundesliga gespielt, das ist schon eine ganz andere Sache.“ Mit der Fünften Damenmannschaft spielte sie in der abgelaufenen Saison in der Bezirksoberliga: Ihr Team wurde Meister, sie selbst erreichte eine bärenstarke Einzelbilanz von 16:2 Siegen. Bei den Mädchen 18 trat sie ebenfalls an: In der Verbandsoberliga waren die Schwabhausenerinnen lange im Rennen um Platz eins dabei und hätten in diesem Fall die Teilnahme an den deutschen Meisterschaften geschafft. Das klappte am Ende nicht, trotzdem durfte Karolin Salzbrunn mit der eigenen Bilanz von 17:6 Siegen zufrieden sein.

Die Schülerin sieht ihre Stärken vor allem im Angriffsspiel: „Wenn ich einen guten Tag habe, kann ich sehr aggressiv auftreten.“ Falls es einmal nicht so gut läuft, kann sie allerdings auch defensiver spielen: „Da wechsle ich dann oft hin und her.“ In der neuen Saison wird Karolin Salzbrunn erneut bei den Damen V auflaufen: „Wir sind schließlich aufgestiegen – aber ich hoffe auch eine Liga höher auf eine positive Bilanz.“ Der Sprung in die Vierte sei derzeit noch zu groß, denn diese spielt immerhin in der Oberliga.

Nächstes Jahr steht das Abitur im Fokus

Wie es langfristig weitergeht, steht für Salzbrunn noch nicht fest. Denn im kommenden Jahr will sie das Abitur schaffen und danach ein Studium im sozialen Bereich beginnen. „Ob ich dann noch so viel Zeit für Tischtennis habe, kann ich noch nicht sagen.“ Die 17-Jährige fühlt sich aber sehr wohl in Schwabhausen. Auf die Frage, warum sie nicht wie ihre Schwester Antonia nach Freising gewechselt ist, meint sie schmunzelnd: „Mittlerweile verstehe ich mich mit ihr zwar ganz gut. Es ist aber vielleicht besser, dass wir nicht zusammenspielen.“

Bernd Heinzinger

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