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Der jüngste Fahrer: Tobias Ziegltrum und sein Mobil „Marke Eigenbau“.

Narrhalla-Event

Tollkühne Seifenkisten-Fahrer sorgen für Rennspektakel in Attenkirchen

Attenkirchen - In Attenkirchen ging’s steil bergab: Beim Seifenkistenrennen der Narrhalla war so manches kuriose Gefährt zu bewundern. Zehn Fahrer konkurrierten an der kurvenreichen Piste am Sportgelände um den Sieg. Nur einer hatte großes Pech.

Ein „Rock ’n’ Roll-Train“ rollte am Samstag mit der Startnummer 2 gleich mit sechs Piloten an Bord gen Ziel: Die Elferräte Tobias und Paul Hanrieder, Andi Goldbrunner, Marius Haberkorn, Simon Festner und Michi Linseisen gaben heuer alles, um endlich den ersehnten Sieg einzufahren. Streckenerfahrung hätten sie genug, bemerkte Narrhalla-Präsident Martin Grabichler trocken. Denn seit mittlerweile vier Jahren sei das Team dabei. Diesmal sogar mit „taktischem Trick“: Die „Schwergewichter“ hatten nämlich hinten Platz genommen, erklärte Grabichler. Zwar reichte es zum Schluss nicht für die Bestzeit, jedoch konnte die Narrhalla beim abschließenden Wettbewerb mit der ausgefallensten Seifenkiste punkten: Als Preis räumten sie ein Fünf-Liter-Partybierfass ab.

Auch andere ungewöhnliche Modelle gingen an den Start: Titelverteidiger Klaus Wagenstetter war mit seinem „Bayernbrummi“ unterwegs, andere Gefährte düsten mit Fahrradrädern rasant zur Ziellinie an der Stockschützenhalle und sogar ein „fliegender Teppich“ war zu bewundern, auf dem Narrhalla-Präsident Martin Grabichler Platz genommen hatte. Dass der Parcours so seine Tücken hatte, das musste der jüngste Teilnehmer leidvoll erfahren. Sein Mobil „Marke Eigenbau“ hatte bereits beim Probelauf technische Probleme gezeigt. Doch das hinderte den zehnjährigen Tobias Ziegltrum nicht daran, nach kurzer Wartungspause wieder ins Cockpit zu steigen. Beim ersten Wertungslauf verkeilte sich jedoch die Vorderachse gänzlich, sodass sich Räder, Lenkung und Bremsmechanismus nicht mehr manövrieren ließen. Nach einem Sturz musste der tapfere Pilot die Rennpiste dann doch endgültig verlassen. Sieger wurde schließlich erneut Titelverteidiger Klaus Wagenstetter, der für die Bestzeit von 26,70 Sekunden den Wanderpokal mit nach Hause nehmen durfte.

Das Seifenkistenrennen hat in Attenkirchen mittlerweile Tradition. Das Spektakel ging bereits zum fünften Mal über die Bühne und wurde auch heuer von den Zuschauern gerne angenommen. Denn neben dem Nervenkitzel, den die tollkühnen Männer lieferten (es ging keine Teilnehmerin an den Start), war auch für das leibliche Wohl vorgesorgt. Die Zuschauer konnten sich mit Kuchen, Eiskaffee und Deftigem vom Grill verköstigen. Niemand musste also hungrig nach Hause gehen.

Die Gewinner

1. Platz: Klaus Wagenstetter (26,7 Sekunden), 2. Platz: Leonhard Oswald (Narrhalla Attenkirchen; 27,14 Sekunden) 3. Platz: Martin Fischer (CMF Kranzberg; 29,13 Sekunden). Das ausgefallenste Modell war der „Rock ’n’ Roll-Train“ der Narrhalla Attenkirchen mit Tobias und Paul Hanrieder, Andi Goldbrunner, Marius Haberkorn, Simon Festner und Michi Linseisen.

Maria Martin

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