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Die Tanzlust-Damen von Heiko Lange präsentierten Variete auf der Tutuguri-Bühne von einer schräg-schönen Seite.

Tutuguri-"Wari-Eté": Ganz schön schräg und richtig gut

Attenkirchen - „Tanzlust“ mischte das Publikum auf, und nicht nur die Attenkirchener Performance-Gruppe verwandelte den Bürgersaal am vergangenen Samstag in einen Hexenkessel. Die Besucher bekamen unter dem Motto „Magic Movements“ außergewöhnlichen Bühnenacts serviert. 

Ziemlich schräg wurde im ausverkauften Bürgersaal Varieté gefeiert. Der Kunst- und Kulturverein Tutuguri hatte zu seiner inzwischen sechsten „wari-eté“-Vorstellung eingeladen. Heiko Lange, der 54-jährige Spiel- und Theaterpädagoge, der für die Kolping-Bildungsagentur in München arbeitet und fürs Programm sorgt, freute sich, die jungen Talente aus der Zirkusschule Rotterdam präsentieren zu können.

Dazu gehört das Duo Luko, das das Publikum mit Zaubereien und Jonglage verblüffte. „VarieTEE Allerlei“ aus Rottal am Inn sorgte für eine ausgefallene Percussion-Performance auf japanischen Trommeln – stilecht gekleidet versteht sich. Zwischendurch wurde es international, Erin Burley aus Australien, eine Schlangenfrau mit elastischem Körper, ließ die Zuschauer staunen. In der Pause servierten die Jugendlichen ihr Flying Buffet, das sie unter fachlicher Anleitung vorbereitet und arrangiert hatten und das im Eintrittspreis enthalten war. Heiko Lange als italienischer Koch sorgte bei der Zubereitung eines Huhns in Wein – oder umgekehrt – für viele Lacher. Das Huhn wollte partout nicht in den Kochtopf. Die Zuschauer halfen unter Anleitung von Willi Abele mit dem Song „Der Hahn ist tot“ im Kanon etwas nach.

Apropos Kochtopf. Die acht Damen von Tanzlust kochten bei ihrem Heimspiel barfuß tanzend und temperamentvoll ihr „Rehragout“ bis die Kochlöffel entzwei gingen. Kopf stand der nächste Darsteller und mit ihm der Bürgersaal. Johannes Böhringer, Zirkusschüler und Akrobat zeigte außergewöhnliche Künste am „Chinese Pole“. Da stockte den Zuschauern schon mal der Atem, so schnell wie er von unten nach oben kam und umgekehrt. Für eine weitere Überraschung der besonderen Art sorgte die wari-eté-„StageGang“ mit ausgefuchsten Musikern aus dem Landkreis. Willi Abele am Kontrabass, Hannes Wunner am Piano, Jakob Schwarz an der Klarinette und Jurek Zimmermann am Saxophon begleiteten mit schrägen Akkorden musikalisch das Programm.

Für das dreidimensionale Bühnenbild zeichnete der Attenkirchener Künstler und Maler Norbert Härtl zusammen mit Jugendlichen der Kolping-Bildungsagentur verantwortlich. Für das Magic Movements-Programm kreierten die Jugendlichen in Workshops unter Anleitung professioneller Künstler das Bühnenbild und eine Foto-Kunst-Animation.

Applaus gab es für alle Akteure des Abends, wobei „Tanzlust“ die Nase vorne hatte. Die Attenkirchener lieben ihr Varieté und wollten letztendlich wissen, ob es denn weitergehe? Spiel- und Theaterpädagoge Heiko Lange, der mit Herzblut bei der Sache ist, hatte ein glückliches Lächeln im Gesicht und das verriet alles: Noch heuer soll es eine neue Variante von „wari-eté“ geben, versprach er.

Paula Osner

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