1. Startseite
  2. Lokales
  3. Freising
  4. Attenkirchen

„Fest der Superlative“: Großer Andrang beim Hallertauer Bierfestival in Attenkirchen

Erstellt:

Von: Andreas Beschorner

Kommentare

Großer Andrang: Tausende Besucher drängten auf das Festgelände in Attenkirchen und genossen die fröhliche Stimmung beim sechsten Bierfestival.
Großer Andrang: Tausende Besucher drängten auf das Festgelände in Attenkirchen und genossen die fröhliche Stimmung beim sechsten Bierfestival. © Beschorner

Besser hätte das Hallertauer Bierfestival nicht laufen können: 48 Brauereien, 130 Biersorten und 23 Bands sorgten in Attenkirchen für „ein Fest der Superlative“.

Attenkirchen – Es sei „ein Fest der Superlative“. Und wenn das der Schirmherr sagt, dann muss das stimmen. Landrat Helmut Petz eröffnete am Freitag das 6. Hallertauer Bierfestival. Bis zum Sonntag schenkten im Attenkirchener Dorfzentrum 48 Brauereien 130 Biersorten aus, spielten 23 Bands auf drei Bühnen. Nur einige Zahlen der Veranstaltung, die laut Bürgermeister Mathias Kern „das größte nichtkommerzielle Bierverköstigungs-Event der Welt“ sei.

Wer die drei Tage miterlebt hat, wird all dem nicht widersprechen. Die fast schon globale Bedeutung des Bierfestivals zeigte auch die Gästeliste bei der Eröffnung am Freitagabend: Der Landrat und einer seiner Stellvertreter waren gekommen, Landtagsabgeordnete, jede Menge Bürgermeister (auch solche nicht aus der Hallertau) und sonstige Würdenträger nahmen an den vordersten Tischen Platz, die Hallertauer Hopfenkönigin sorgte für adeligen Glanz und Pfarrer Stephan Rauscher für himmlischen Beistand.

Der Biersee war kleiner als der Schliersee

Spritziger Auftakt: Feucht-fröhlich zapfte Landrat Helmut Petz am Freitag das erste Fass an – zur Freude von Bürgermeister Mathias Kern (r.) und Pfarrer Stephan Rauscher.
Spritziger Auftakt: Feucht-fröhlich zapfte Landrat Helmut Petz am Freitag das erste Fass an – zur Freude von Bürgermeister Mathias Kern (r.) und Pfarrer Stephan Rauscher. © Beschorner

Und dann war da noch Markus Wasmeier, der „Wasi“, der Doppel-Olympiasieger von Lillehammer 1994, der als einer von 48 Anbietern sein historisches Schöpfbier feilbot. Vom Schliersee kommt Wasmeier, konnte zum Glück am Freitag beim Anzapfen des ersten Fasses durch Landrat Petz keinen „Biersee so groß wie den Schliersee“ erleben, wie ihn sich Franzl Lang 1970 gewünscht hatte. Petz benötigte zwar fünf Schläge – und ein bisschen spritzte es dann schon –, aber dann saß der Wechsel, dem Bierfestival, jenem „Aushängeschild für die ganze Holledau“, so Petz, stand nichts mehr im Wege.

Übrigens: Alles aus der Region gibt‘s jetzt auch in unserem regelmäßigen Freising-Newsletter.

Die Festival-Hymne hat Willi Abele komponiert

Doch nicht nur das Anzapfen durch Petz war eine Premiere, gleich danach folgte die nächste Weltpremiere: das von Willi Abele komponierte Hallertauer Bierfestival-Lied, dargeboten mit Quetschn und vierstimmigem Gesang, begleitet von einer extrem ausgefeilten Choreografie der sechs Dirndl-bewehrten Damen und im Refrain zum Mitsingen bestens geeignet. „Erst schaug i, dann riach i, dann schmeck i, dann schluck i und spür in mi nei …“ Zwei Weltpremieren also – und dann nahm das Bierfestival seinen gewohnten, bewährten und offenbar schon weltberühmten Verlauf samt ausgefeiltem Konzept: ein Glas, Biermarken kaufen –und los geht’s mit dem bierseligen Rundlauf. Dazu jede Menge Köstlichkeiten, auch an einem Stand der Flüchtlingshilfe Freising, an dem ukrainische Spezialitäten angeboten wurden.

Außerdem: Musik auf drei Bühne. Von Blasmusik über Stimmungsmucke und lateinamerikanischen Rock bis hin zu Funk, Soul und House vom DJ. Und so ließen die Wolfersdorfer Goaßlschnalzer ihre Peitschen über den Köpfen der Gäste knallen, während „Guantanamera“ aus den Lautsprecherboxen tönte, standen Lederhosen und Dirndl ebenso hoch in der Gunst der Besucher wie Jeans, Lederjacken und T-Shirts mit der Aufschrift „Wish you were Bier“.

Es war ein langer Weg zum „ProBierPaket“

Angesichts des Andrangs brauchte man freilich ein bisschen Geduld, bis man sich das „ProBierPaket“ oder auch das „Biertaler Start-Set“ organisiert hatte, um das Fest, die Biersorten, die Musik und die Stimmung in vollen Zügen genießen zu können. Am Sonntag folgten dann noch der Festgottesdienst und der Auftritt von „Bayerns größtem Blasorchester“ im Pfarrgarten – und fertig war ein bierseliges Wochenende, das man so schnell nicht vergessen wird.

Noch mehr aktuelle Nachrichten aus dem Landkreis Freising finden Sie auf Merkur.de/Freising.

Auch interessant

Kommentare