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58 Pferde holten sich in Au den Segen ab

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Rund 300 Gläubige und 58 Pferde waren am Pfingstmontag zum Gottesdienst am Auer Reitgelände gekommen, den Pfarrer Clemens Voss zelebrierte und dabei Zwei- sowie Vierbeiner segnete.
Rund 300 Gläubige und 58 Pferde waren am Pfingstmontag zum Gottesdienst am Auer Reitgelände gekommen, den Pfarrer Clemens Voss zelebrierte und dabei Zwei- sowie Vierbeiner segnete. © Hellerbrand

58 ganz besondere Schönheiten fanden sich kürzlich in Au/Hallertau auf dem Reitplatz ein, um sich von Pfarrer Voss den traditionellen Segen abzuholen.

Au/Hallertau – Pandemie-bedingt musste die Pferdesegnung in Au in den vergangenen Jahren ausfallen. Nicht so in diesem Jahr, weshalb die Vorstandschaft des Reit- und Fahrvereins um Johanna Trostl heuer die Tradition wieder zum Leben erweckte. Mit 58 Pferden übertraf die Resonanz die der Vorjahre um ein Vielfaches.

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Über die Gründe kann nur gemutmaßt werden. Sicher haben das trockene Wetter, die gute Organisation des Ausrichters und der Wunsch auf Beibehaltung der Veranstaltung zur Teilnahme beigetragen. Auch die Hoffnung von manchem Pferdeliebhaber, dass der kirchliche Segen nach Corona Ross und Reiter nicht schaden könnte, dürfte das ein oder andere Gespann zum Pfingstmontag-Ausritt auf das Gelände des Reitvereins geführt haben. Neben den Tieren und ihren Besitzern hatten sich über 300 Gläubige auf den Weg zum Ortsausgang Richtung Seysdorf gemacht, um der katholischen Messfeier, zelebriert von Pfarrer Clemens Voss, beizuwohnen.

Fein herausgeputzt wurden die Tiere für die Segnung.
Fein herausgeputzt wurden die Tiere für die Segnung. © Hellerbrand

Die Reiter hatten ihre vierbeinigen Lieblinge gut im Griff. Wie es sich für eine Pferdesegnung gehört, blieb so manches Wort des Geistlichen mit einem Schnauben oder einem kräftigen Wiehern nicht unkommentiert. Dabei hielt sich der Geräuschpegel bei den Pferden trotz großer Anzahl im Rahmen.

Dafür lieferten die zahlreichen historischen Bulldogs, die am Reiterhof vorbeituckerten, eine weitaus größere Geräuschkulisse. Sie waren alle auf dem Weg zum Oldtimertreffen beim Holledauer Weisse Pfingstfest (wir haben berichtet). Nach 45 Minuten war die Messfeier beendet. Mit den Schlussworten des Geistlichen, der auf die Fürsprache des Heiligen Leonhard die Bewahrung der Vierbeiner vor Krankheit und Unfällen erbat, traten alle ihren Nachhauseweg an.

Martin Hellerbrand

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