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Reger Betrieb herrscht derzeit am Gelände an der Freisinger Straße gegenüber der Schule, wo ein neuer Brauchwasserbrunnen entsteht.

Am Ortsausgang

Arbeiten bei Eiseskälte: Das steckt hinter den Bohrarbeiten in Nandlstadt

Am Ortsausgang von Nandlstadt wird eifrig gearbeitet. Wir klären auf, was sich hinter den Bohrungen verbirgt - und welche Rolle die Temperaturen dabei spielen.

Nandlstadt – Trotz der Minusgrade ist am Ortsausgang Nandlstadts derzeit eine erhebliche Bautätigkeit zu bemerken: Auf Höhe des alten Wasserhäuschens an der Freisinger Straße, gegenüber der Volksschule, entsteht ein neuer Brauchwasserbrunnen. Notwendig wurde die Maßnahme, da der Gemeinde aus rechtlichen Gründen untersagt worden ist, den bisherigen Notbrunnen im Wasserhäuschen auch weiterhin zur Speisung des Waldbads zu verwenden. Mit der Suche wurde das Ingenieurbüro Voerkelius beauftragt, dessen Mitarbeiter, Geologe Michael Burger, die Planungen begleitete.

Die Wahl des neuen Brunnenstandorts fiel schließlich auf das Gelände an der Freisinger Straße in Richtung Gewerbegebiet „Am Kitzberger Feld“. Also unweit des bisherigen Brunnens. Grund war vor allem, dass in diesem Bereich eine Bohrung nach Wasser aus geologischen Gesichtspunkten am erfolgreichsten schien. Außerdem kann durch die Nähe zum bereits vorhandenen Rohrnetz die bisherige Zuleitung zum Waldbad mitverwendet werden. Eine Probebohrung bestätigte schließlich das Wasservorkommen in 25 Metern Tiefe. Mitte Januar fällte der Marktrat schließlich den Bohr-Beschluss, nach Freigabe durch die Ämter begann die Firma Eder aus Braunau in Österreich mit den ersten Arbeiten.

Mit Filtersand füllt Alex Tretjakov die Zwischenräume des 25 Meter tiefen Bohrlochs auf.

Zuerst musste ein 25 Meter tiefes Bohrloch geschaffen werden. Dazu bedienten sich die beiden Arbeiter Alex Tretjakov und Anatolij Stikel schwerem Gerät wie Kran, Bagger und Hydraulik, um mehrere fünf Meter lange Metallrohre Stück für Stück in den Boden einzudrehen. In der Folge musste das komplette Erdreich innerhalb des Rohres mittels Greifbohrer entfernt werden. Dann begann der eigentliche Brunnenausbau – mit dem Einbringen eines PVC-Rohrs mit 40 Zentimetern Durchmesser, an dessen unterstem Ende im Schacht später einmal die Förderpumpe ihren Platz finden wird. Zur Stabilität wurde der Raum zwischen den Rohren mit Filterkies aufgefüllt, um dann das Außenrohr wie zu Beginn im umgekehrten Weg wieder stückweise zu entfernen.

Ein aufgeweichter Boden oder Schlamm wären bei den Arbeiten eher hinderlich, weshalb Alex Tretjakov dem herrschenden Frost viel Positives abgewinnt: „Richtiges Bohrwetter“.

Martin Hellerbrand

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