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Nordöstlich der Kirche soll das Ortszentrum „aus dem Dornröschenschlaf geweckt werden“ – unter anderem mit einer Boulebahn, neuen Spielgeräten und einer Boulderwand.

Begeisterung trotz hoher Kosten

Areal am Auer Klosterberg soll für knapp 800.000 Euro saniert werden

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Der Auer Gemeinderat hat Grünes Licht für die Aufwertung einer Fläche am Klosterberg gegeben. Entstehen soll eine kleine Freizeitoase für Jung und Alt. Doch das Vorhaben kostet ordentlich Geld.

Au/Hallertau – Die Fläche nördlich der Kirche im Auer Ortszentrum will man „aus dem Dornröschenschlaf wecken“, will dort einen „attraktiven Raum für alle Bürger gestalten“. Geradezu ins Schwärmen kommt Bürgermeister Karl Ecker also, wenn er von der Neugestaltung des Kinderspielplatzes am Klosterberg und in dessen näherem Umfeld spricht. Freilich: Die Kosten für diese Maßnahme – die erste im Rahmen der Städtebausanierung – sind weniger Anlass für Schwärmereien: Knapp 800.000 Euro wird das Projekt kosten, das bekanntlich auf eine Väterinitiative zurückgeht, die auch weiterhin mit im Boot ist.

Was da nun alles auf der Fläche am Leitersdorfer Bach vorgesehen ist, das stellte am Dienstag im Marktrat ein Vertreter der Lex-Kefers Landschaftsarchitekten GbR vor. Von Süden her wird zwischen Kirche und Pfarramt eine neue Wegeverbindung samt Steg über den Bach geschaffen, der bestehende Löschweiher wird zugeschüttet und bietet dann 400 Quadratmeter zusätzliche Fläche. 

Profitieren sollen von Kindern bis Senioren alle Auer Bürger

Das gesamte Areal soll dann unter Berücksichtigung des wertvollen Baumbestands in verschiedene Aufenthaltsbereiche gegliedert werden (eine Hopfenpergola für Senioren und Eltern, eine Boulebahn und eine Tischgruppe sind vorgesehen). Dann wird es einen Wasserspielplatz, einen Kleinkinderspielplatz und für die älteren Kinder Spielgeräte in Naturoptik geben. Außerdem soll eine kleine Boulderwand am Trafoturm installiert werden.

Das alles kostet eben Geld – knapp 800.000 Euro schätzt man. Freilich: Im Rahmen der Städtebausanierung bekommt der Markt Au Zuschüsse in Höhe von 60 Prozent der förderfähigen Kosten. Trotzdem: Das sei schon viel Geld, betonte Barbara Prügl (GoL), aber dafür bekomme man ja auch „ein Kleinod für Au“. Hans Sailer (FWG) war ebenfalls begeistert: „Man möchte selbst wieder Kind sein.“ Und es sei gut, dass die Städtebausanierung mit diesem Projekt starte, das ja für alle Bürger sei und deshalb viel Zuspruch erhalten dürfte. 

Da konnte ihm Ecker nur zustimmen: „Es muss mal was möglich sein, was der Bürger auch sieht“ – also eben nicht nur immer neue Kanäle und Rohre. Beatrix Sebald (FWG) fand die Planung „absolut super“. Gerhard Stock (FWG) auch. Doch er regte angesichts der „immensen Kosten“ an, nicht von der Neugestaltung eines Spielplatzes zu reden, denn das könne dann bei den Bürgern Unwillen erregen und wäre angesichts der Kosten auch wirklich „abenteuerlich“. Nein, laut Stock wäre es besser und treffender, lieber von der Neugestaltung des Klosterbergs zu reden.

Eine Hürde könnte es doch noch geben: die Artenschutzprüfung

Realisiert werden soll die Maßnahme im kommenden Jahr. Doch ganz sicher ist das noch nicht: Denn sollten im Löschweiher Amphibien, Frösche & Co. vorkommen, benötige man vor Beginn der Arbeiten erst eine artenschutzrechtliche Prüfung, betonte der Planer. Und eine solche sei nur im Sommer möglich, würde also zu erheblichen Verzögerungen führen.

So oder so: Der Marktgemeinderat gab dem Projekt einstimmig Grünes Licht.

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