Abrechnung über Strabs

Au: Beck-von-Peccoz-Siedlung blüht eine Komplettsanierung - Boden belastet

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An der Auer Beck-von-Peccoz-Siedlung stehen große Sanierungen an. Weil die Straßenausbaubeitragssatzung (Strabs) greift, könnte es für Anwohner teuer werden.

Au/Hallertau – Ab Mai wird es in der Beck-von-Peccoz-Siedlung in Au rund gehen. Weil, wie nach einem Straßeneinbruch im vergangenen Jahr festgestellt wurde, der Kanal extrem schadhaft und eine Inliner-Sanierung nicht mehr möglich ist, muss der Kanal ausgetauscht werden. Die Folge: Da die Straße eh nicht breit ist (maximal zirka vier Meter), bliebe von den Kanalarbeiten nur ein Reststreifen der Fahrbahndecke unberührt. Und deshalb will man die Kanalsanierung mit einer Komplettsanierung der Straße verbinden. Das hat der Marktgemeinderat Au am Dienstag einstimmig beschlossen.

Wie Michael Schütte vom Ingenieurbüro Dippold & Gerold erläuterte, müsse die Kanalauswechslung im gesamten Straßenverlauf vorgenommen werden. Sinnvollerweise werde das mit einer Grundsanierung der Straße verbunden.

Bohrungen förderten belastetes Material aus dem Boden

Probebohrungen hätten dabei ergeben, dass der Boden unter der Straße wegen belasteten Materials ausgetauscht und speziell entsorgt werden müsse. Allein die Entsorgung des belasteten Materials koste 30.000 Euro, so Schütte. Die Komplettsanierung der Straße umfasse außerdem die Einbringung einer Schicht Frostschutzkies, eine Asphalttrag- und eine Asphaltdeckschicht. Baubeginn soll, so sieht es der Zeitplan vor, Mitte Mai sein. Mit einem Abschluss der Maßnahme sei Ende September zu rechnen, so Schütte. Zusammen mit diesem Projekt sollen auch kleinere Straßenbauarbeiten im Gemeindegebiet ausgeschrieben werden.

Strabs: Auf Anwohner kommen Kosten zu

Die Kosten, so rechnete Schütte vor, dürften sich insgesamt auf 437.000 Euro belaufen, davon allein 232.000 Euro für den Straßenbau. Grundsätzlich sei dies eine Maßnahme, die über die Straßenausbaubeitragssatzung (Strabs) abzurechnen sei. Dabei müssten die Anlieger 40 Prozent der Kosten für den Straßenbau tragen, seien außerdem mit einem kleinen Anteil am Kanalbau, der zur Straßenentwässerung dient, beteiligt. 

Wie Geschäftsstellenleiter Konrad Goldbrunner vor dem Hintergrund der Diskussionen um die Abschaffung der Strabs betonte, packe man dieses Projekt sicher aber nicht deshalb an, um vielleicht jetzt noch Anliegerbeiträge zu kassieren. Nein, „wir müssen was tun, weil der Kanal kaputt ist“, so Goldbrunner.

Wie Bürgermeister Karl Ecker den Zuhörern bei der Gemeinderatssitzung versicherte, werde man noch eine Anliegerbesprechung einberufen. Geplant ist, die erneuerte Straße künftig als Spielstraße auszuweisen.

Rubriklistenbild: © dpa

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