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Auer Seniorenheim bremst Virus aus: Keine weiteren Neuinfektionen, aber vier neue Todesfälle

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Von: Manuel Eser

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In einem isolierten Wohnbereich des Kursana-Seniorenheims in Au leben derzeit die positiv getesteten Bewohner, die nicht ins Klinikum gebracht wurden. © Hellerbrand

Das Kursana-Seniorenheim in Au teilt mit, dass es seit 2. April keine weiteren Neuinfektionen gegeben habe. Allerdings starben am Wochenende vier weitere positiv getestete Bewohner.

Au/Hallertau – Die Quarantäne-Maßnahmen scheinen geholfen zu haben: Der Leitung des Kursana-Seniorenheims in Au ist es offenbar gelungen, das grassierende Coronavirus zu stoppen. Zumindest sind nach Stand vom gestrigen Mittwoch seit 2. April keine neuen Infektionsfälle in der Einrichtung hinzugekommen. Das teilte eine Sprecherin des Kursana dem FT auf Nachfrage mit. Allerdings starben am Wochenende vier weitere positiv getestete Bewohner. Insgesamt hat es damit seit Auftreten des Virus sieben Todesfälle unter den angesteckten Senioren gegeben.

Krankheit vermutlich über Personal eingeschleppt

Wie berichtet, kämpft das Kursana seit der letzten Märzwoche mit dem Virus. Nach der Erstmeldung am 1. April (17 Infizierte) waren es am 2. April 36 positiv getestete Bewohner. Davon waren zu diesem Zeitpunkt bereits drei Erkrankte gestorben – allerdings soll das Virus nicht die Todesursache gewesen sein. Einen Tag später war in der Pressekonferenz des Landratsamts zudem von elf infizierten Mitarbeitern die Rede. Vonseiten des Gesundheitsamts war die Vermutung geäußert worden, dass sich Senioren bei Pflegekräften angesteckt haben könnten. 

Zu den vier Todesfällen vom Wochenende teilte die Kursana-Sprecherin jetzt mit, dass zwei der positiv Getesteten in der Einrichtung gestorben seien – „ohne typische Symptome und mit schweren Vorerkrankungen“. Zwei weitere Senioren seien im Krankenhaus gestorben. Zu diesen habe man keine Informationen zur Todesursache erhalten. Die Kursana-Sprecherin betonte: „Wir trauern mit den Angehörigen.“

Infizierte Bewohner leben isoliert

Aktuell leben die positiv getesteten Bewohner im isolierten Wohnbereich, weitere sind im Krankenhaus. „Die Verlegung der positiv getesteten Bewohner in den separierten Wohnbereich hat zur Beruhigung bei den Senioren, ihren Angehörigen und unseren Mitarbeitern geführt“, berichtete die Sprecherin. „Das Team kümmert sich liebevoll um die Senioren.“ Alle Mitarbeiter würden entsprechende Schutzausrüstung tragen. Material sei ausreichend vorhanden. Nachlieferungen erhalte das Seniorenheim vom Katastrophenschutz.

„Für die negativ getesteten Bewohner bieten wir Beschäftigungs- und Betreuungsangebote in Kleinstgruppen und unter Einhaltung der Schutzmaßnahmen an“, berichtet die Sprecherin weiter. „Sie nehmen das gut an, sind gelassen und halten telefonischen Kontakt mit ihren Angehörigen.“ Damit die Senioren ihre Verwandten auch sehen können, besonders jetzt zum wichtigen Familienfest Ostern, stellt das Heim ihnen ab sofort Tablets zur Skype-Kommunikation zur Verfügung. 

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