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Kerstin Liese, hier mit (v. l.) Elternbeiratsvorsitzendem Christian Scharlach, Landrat Josef Hauner, Ministerialbeauftragtem Wilhelm Kürzeder und Bürgermeister Karl Ecker, ist die neue Leiterin der Realschule Au.

Die Schüler ernannten sie zur „Königin“

Eine märchenhafte Krönung: Kerstin Liese ist offiziell Leiterin der Realschule Au

Seit Donnerstag ist Kerstin Liese offiziell Schulleiterin der Realschule Au. Ganz offiziell überreichte Ministerialbeauftragter Wilhelm Kürzeder die Ernennungsurkunde.

Au/Hallertau – Im Jahr 2016 hat die Auer Realschule den Betrieb aufgenommen. Zunächst in Containern, da das Gebäude der bisherigen Mittelschule erst zur Realschule umgebaut werden musste. Inzwischen sind Schüler und Lehrer eingezogen. Damit war die Zeit reif, um Liese offiziell das Amt der Schulleiterin zu übergeben.

Und auch hier präsentierte sich die neue Schule von ihrer besten Seite, denn statt einer staubtrockenen Prozedur wurde es märchenhaft. Mit einer Geschichte und einer Leinwand-Animation wurde nochmals das Märchen von „Prinzessin Lieschen“ nacherzählt. Natürlich wurden auch die anwesenden Ehrengäste eingebaut, darunter Ministerialbeauftragter Kürzeder, der als „Kaiser Wilhelm I. von Oberbayern-Ost“ von seiner Festung in Wasserburg aus die Geschehnisse der fleißigen Prinzessin verfolgte. Deren Tun wurde anfangs von „der strengen, aber auch fürsorglichen Stiefmutter aus der reichen Domstadt Freising“ mit einen wachsamen Auge begleitet, hieß es im Märchen weiter. Damit war die frühere Rektorin Christine Obermaier der Karl-Meichelbeck-Realschule in Freising gemeint, zu der die Auer Schule zu Beginn als „Außenstelle“ gehörte.

Auch vor Ort zeigte sich der „Hofmeister Ecker“ (Bürgermeister Karl Ecker) zufrieden, ebenso der wichtigste Mann, Landrat Josef Hauner, der als „Schatzmeister“ tituliert wurde und mithalf, dass „die Einflussreichen des Landes ein Schloss für die Prinzessin und ihre Gefolgschaft errichteten“. Das „bedürftige 65 Mann starke Volk“, das anfangs in zwei einfachen Hütten Unterschlupf fand, vermehre sich prächtig und habe in dem edlen Schloss eine wunderbare Heimat gefunden. Ebenso die übrige Gefolgschaft aus Lehrern, von denen trotz vieler Bewerbungen nur eine Handvoll Auserlesener die Stellen als Diener, Hofnarr und Kammerzofen bekamen. Und natürlich hatte das Märchen, das Schülersprecher Valentin Gandorfer vortrug und aus der Feder von Lehrerin Sarah Thannheimer stammte, ein gutes Ende. Nämlich die „Krönungszeremonie von Prinzessin Lieschen am heutigen Tage“.

In ein Märchen verpackten Schüler die Ernennung von Kerstin Liese  zur Schulleiterin und „Königin der Realschule“. 

Kaiser Wilhelm von Oberbayern-Ost setzte dann, um weiter im Bild zu bleiben, Prinzessin Lieschen mit dem Aushändigen der Ernennungsurkunde die Krone auf, wofür die jungen Hofsänger und eifrigen Virtuosen unter der Leitung von Anita Descy die passenden Töne fanden. Auch der feudale Krönungsschmaus durfte nicht fehlen: Kleine, süße Krapfen und Quarktaschen sowie Käse- und Schinken-Häppchen. Martin Hellerbrand

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