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Konzentration ist Trumpf! Die neue Heimstätte des Dartsportvereins Au wurde gebührend mit einem Kratzer-Turnier eingeweiht. 39 Teilnehmer nahmen Triple 20, Bullseye und Co. ins Visier.

Dartsportverein Au weiht sein neues Vereinsheim ein  

„Game on!“ in der Wohlfühlzone

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Das war ein echter Volltreffer: Der Dartsportverein Au war auf der Suche nach einem neuen Vereinsheim und ist fündig geworden. Das FT hat sich in den Räumen umgeschaut – und dabei auch erfahren, was ein Kratzer-Turnier ist.

Au/Hallertau – Vor rund einem Jahr haben die Darter aus der Marktgemeinde Au ihr neues Vereinsheim bekommen, im September konnten sie es endgültig beziehen. Jetzt wurde es offiziell eingeweiht – mit einem Kratzer-Turnier.

Es war eine Odyssee, die der Dartsportverein (DSV) Au auf der Suche nach einem neuen Domizil absolvieren musste: Nachdem, so verriet der Vorstand, die Pacht für das bisherige Vereinsheim von Jahr zu Jahr gestiegen und für den Verein nicht mehr tragbar war, hatte man sich auf die Suche nach einer neuen Heimstätte aufgemacht. Der erste Versuch scheiterte: Die beantragte Nutzungsänderung für den ersten Stock im Gebäude an der Mainburger Straße 15, dem Getränkemarkt von Jürgen Appel, wurde im Marktgemeinderat abgelehnt, da die notwendigen Stellplätze nicht nachgewiesen werden konnten. Außerdem hatte man die Befürchtung, dass die geplanten Öffnungszeiten (beispielsweise an Freitagen und Samstagen von 19 bis 3 Uhr) die Nachbarn belästigt und verärgert hätten.

Stolz auf das neue sportliche Zuhause: Vorsitzender Alexander Janzon (l.) und sein Stellvertreter Benjamin Stefan lenken die Geschicke des Dartsportvereins Au.

Der zweite Anlauf einige Monate später war dann allerdings erfolgreich: Der frühere Verkaufsraum des Drogeriemarkts Schlecker an der Mainburger Straße 36 war frei – und vor allem nach Ansicht der Gemeinderäte für diese Nutzung auch geeignet.

Völlig leer war der Raum, so erinnert sich 2. Vorsitzender Benjamin Stefan. Doch wer das 200 Quadratmeter große Vereinsheim jetzt betritt, sieht auf den ersten Blick, was die Mitglieder da alles in Eigenregie geschafft haben: 135 Quadratmeter groß ist der Gastraum, zwei Dartsportflächen mit jeweils rund 30 Quadratmetern gibt es und außerdem einen Thekenbereich. „Ein bisschen Deko und der Feinschliff fehlen noch“, sagt Stefan. Aber grundsätzlich ist alles fertig fürs Training und die Wettkämpfe der sechs Mannschaften, die der DSV Au mit seinen 60 Mitgliedern (darunter rund 40 Aktive) stellt.

Das Wichtigste freilich hat bereits seinen festen Platz gefunden: die Dartscheiben. Sechs davon sind Dart-Automaten, die selbstständig von 501 zurückzählen. Vier andere sind Steelboards, bei denen die Könner und Halbprofis selbst rechnen und zählen müssen. „Rechnen ist das halbe Darten“, weiß Stefan.

Zwei Mal in der Woche trainiert man normalerweise. Konzentrationsfähigkeit und Ehrgeiz seien die beiden wesentlichen Eigenschaften, die einen erfolgreichen Darter ausmachen, sagt Stefan. Die gemütliche Couchlandschaft samt Billardtisch im hinteren Bereich ist deshalb zur Entspannung und Ablenkung gedacht. Die Dutzenden Pokale – allesamt auf Hochglanz poliert und schön auf Regalen präsentiert – sind der Stolz des Vereins und Ansporn zugleich.

Die Besten des Eröffnungsturniers: Klaus Kronawitter (3. Platz), Sieger Stefan Hofmann und Andi Maier (2.) zusammen mit DSV-Chef Alexander Janzon (v. l.).

In der vergangenen Woche wurde das neue DSV-Vereinsheim nun mit einem Kratzer-Turnier ganz offiziell eingeweiht. Kratzer-Turnier? Das funktioniert so: Per Zufall werden die Teilnehmer (39 waren es) in Gruppen zusammengelost. Wer am Ende eines Durchgangs noch die meisten Punkte abzuräumen hätte, der bekommt einen Strich, einen „Kratzer“. Wer drei Kratzer hat, scheidet aus. Am Ende also ein echtes Duell. Sieger des Eröffnungsturniers wurde Stefan Hofmann vor Andi Maier und Klaus Kronawitter. Dass selbst nach vielen, vielen Stunden, die das Turnier dauerte, am Ende noch immer fast alle Teilnehmer und zahlreiche Zuschauer anwesend waren, zeugt nicht nur von sportlicher Fairness und großer Leidenschaft für diesen Sport, sondern auch von der Wohlfühlatmosphäre im neuen DSV-Heim.

Andreas Beschorner

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