Ein Sanierungsfall ist der Kindergarten Maria de la Paz. Eine detaillierte Kostenermittlung soll nun zeigen, ob man das Großprojekt wie geplant angehen wird. Foto Beschorner
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Ein Sanierungsfall ist der Kindergarten Maria de la Paz. Eine detaillierte Kostenermittlung soll nun zeigen, ob man das Großprojekt wie geplant angehen wird.

Sanierung nicht in Stein gemeißelt

Kindergarten Maria de la Paz in Au: Millionenschwere Instandsetzung kommt nochmal auf den Prüfstand

  • Andrea Beschorner
    vonAndrea Beschorner
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Die millionenschwere Sanierung des Auer Kindergartens Maria de la Paz ist eigentlich seit Januar 2020 beschlossene Sache. Jetzt kommt sie noch einmal auf den Prüfstand.

Au/Hallertau – Die millionenschwere Sanierung des Auer Kindergartens Maria de la Paz ist eigentlich seit Januar 2020 beschlossene Sache. Der Corona-Pandemie ist es geschuldet, dass hier aber noch nicht viel passiert ist. Kindergartenreferentin Beatrix Sebald fragte in der jüngsten Gemeinderatssitzung nach dem Stand der Dinge.

Wichtigste Arbeiten werden umgehend erledigt

Bei einem Vorort-Termin habe man sich nun, wie Bürgermeister Hans Sailer den Gemeinderäten erklärte, darauf geeinigt, umgehend die wichtigsten Arbeiten zu erledigen. Das seien aber, wie Sailer auf Nachfrage erläuterte, zunächst einmal nur kleinere Dinge wie etwa Arbeiten am alten Holz-Treppengeländer und andere Schönheitsreparaturen.

Was jetzt in einem ersten Schritt dringend her muss, bevor die Gemeinde die aufwändige Grundsanierung anpackt, ist ein Gesamtkonzept für die Kinderbetreuung im Markt Au. Und eine detaillierte Kostenschätzung der Arbeiten am ehemaligen Kloster. Denn, wie Sailer betonte: „Das wird richtig teuer.“ Wie der Rathauschef im FT-Gespräch unterstrich, müsse man für alle Möglichkeiten offen sein.

„Es stimmt schon Stimmen da, die sagen, das sei nicht der ideale Kindergarten“

In besagter Januar-Sitzung 2020 hat noch der „alte“ Gemeinderat unter Bürgermeister Karl Ecker die aufwändige Sanierung beschlossen, nachdem immer wieder in den Erhalt des alten Gebäudes investiert worden war. Neue Fenster, Brandschutzmaßnahmen, Arbeiten an der Außenfassade und die Sanierung der sanitären Anlagen sowie die Ertüchtigung des Daches standen in der Vergangenheit Zug um Zug auf dem Programm. Die Arbeiten, die nun anstehen, sind jedoch eine ganz andere Hausnummer: Um den langfristigen Betrieb zu sichern, müsste der Innenbereich aufwändig saniert werden: Angefangen von komplett neuen Leitungen über Schallschutzmaßnahmen bis hin zur Sanierung der Außenanlagen, die ebenfalls in die Jahre gekommen sind. „Es sind schon Stimmen da, die sagen, das hier sei nicht der ideale Kindergarten“, sagte Sailer. Denn auch, wenn man theoretisch die Möglichkeit hätte, um zwei Gruppen zu erweitern – was nach ersten Erhebungen den Bedarf an Kinderbetreuungsplätzen in Au langfristig sichern würde – so sei „die verkehrliche Erschließung da oben“ schon ein Problem, wie Sailer betonte. Der Anspruch vieler Eltern sei es nämlich, die Kleinen mit dem Auto möglichst vor die Tür der Einrichtung zu bringen. Ein Umstand, der am Klosterberg Tag für Tag für ein kleines Chaos sorgt, weil der Platz vor dem Kindergarten begrenzt ist, Wendemöglichkeiten kaum vorhanden sind.

Nun sollen alle Möglichkeiten untersucht werden: Ob man an der bereits beschlossenen Sanierung festhält und an Ort und Stelle erweitert, ob man an anderer Stelle zwei Gruppen errichtet oder langfristig ein komplett neuer Standort in Frage kommt, sollen weitere Untersuchungen und Kostenberechnungen zeigen. Sollte die Sanierung durchgeführt werden, werden die Kleinen so lange in die Container ziehen, in denen die Grundschüler während der Sanierung untergebracht waren. Die Genehmigung hierfür hat das Landratsamt bereits erteilt.

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