Einsturzgefährdet ist die Fußgängerbrücke über den Leitersdorfer Bach in Au.
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Einsturzgefährdet ist die Fußgängerbrücke über den Leitersdorfer Bach in Au.

Brücke ist einsturzgefährdet

Leitersdorfer Bach in Au: Neubau der Fußgängerbrücke erst mal vertagt

  • vonNico Bauer
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Die Fußwegbrücke am Färbergraben in Au muss erneuert werden. Aber noch gibt es offene Fragen, und deshalb wurde der grundsätzliche Maßnahmenbeschluss vorerst verschoben.

Au/Hallertau – Mit Brettern und Bändern ist die Fußgängerbrücke über den Leitersdorfer Bach abgerigelt – und dazu gibt es noch die schriftliche Warnung: „Brücke gesperrt! Einsturzgefahr!“ Kein Zweifel: Die Fußwegbrücke am Färbergraben in Au muss erneuert werden. Aber noch gibt es offene Fragen, und deshalb wurde der grundsätzliche Maßnahmenbeschluss vorerst verschoben.

Kosten auf 75.000 Euro geschätzt

Die Brücke über den Bach führt auf einen kleinen Weg, über den die Ortsmitte erreichbar ist. Deshalb soll das längst gesperrte Bauwerk nun durch einen Neubau ersetzt werden. Die Verwaltung der Marktgemeinde schätzt die Kosten auf 75.000 Euro und prüft derzeit die Möglichkeiten, Zuschüsse zu bekommen. Bürgermeister Hans Sailer (FW) deutete an, dass man mit 25.000 Euro rechnen könne. Vom Marktgemeinderat benötigt man als ersten Schritt die Zustimmung, um die Planung beauftragen und die Förderanträge stellen zu können.

Der Rathauschef berichtete, dass es in der kleinen Gasse des Färbergrabens zwei Übergänge über den Bach gebe. Beide seien mittlerweile wegen Einsturzgefahr gesperrt. Die kleine Brücke am Ende des Weges befinde sich auf Privatgrund, aber die mittlere gehöre zur Straßenbaulast des Markts. Sailer sagte, dass die Fundamente von höherem Wasser im Leitersdorfer Bach unterspült worden seien und so kein Weg am Neubau vorbeiführe.

„Das hier ist unsere grüne Lunge“

Leicht machte es der Marktgemeinderat dem Bürgermeister aber nicht. Es kamen einige Nachfragen zu den Grundstücksbesitzverhältnissen des Baches. Das eine oder andere Mitglied des Gremiums befürchtete, dass man die Brücke auf fremden Grund baue, und möchte erst die Besitzverhältnisse geklärt wissen. Sailer warnte aber, dass man die Besitzverhältnisse der gesamten Stützmauer entlang des Baches klären soll, „denn dann steht die Brücke in zehn Jahren immer noch nicht“.

Fürs Erste wurde bei einer Gegenstimme die Entscheidung über den Brückenneubau vertragt. Die Verwaltung wird die Besitzverhältnisse klären. Dann aber hofft der Bürgermeister auf grünes Licht aus der Runde, „denn das hier ist unsere grüne Lunge“.

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