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Der kommunale Kindergarten Maria de la Paz in Au beherbergt fünf Gruppen und besteht seit 1903. 

Container als Übergangslösung geplant

Auer Kindergarten wird aufwendig saniert: Millionenbetrag für Maria de la Paz 

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An Grund- und Realschule im Markt Au wird gearbeitet, bald auch im Kindergarten Maria de la Paz: Dass das über 100 Jahre alte Gebäude aufwendig saniert wird, hat der Rat nun beschlossen.

Au/Hallertau – An der Realschule im Markt Au wird gearbeitet, die Grundschule wird ebenfalls generalsaniert. Nun zieht auch der Kindergarten Maria de la Paz nach: In ihrer Sitzung am Dienstag haben die Marktgemeinderäte den Grundsatzbeschluss zur Sanierung der Innen- und Außenanlagen einstimmig gefasst – besonders zur Freude der Kindergartenbeauftragten Beatrix Sebald (FWG).

Eine der ältesten Kindertageseinrichtungen im Landkreis

Das Gebäude am Klosterberg ging 1903 in Betrieb und zählt daher zu den ältesten Kindertageseinrichtungen im Landkreis. Ursprünglich waren dort auch das Mädchenschulhaus sowie klösterliche Räume der Armen Schulschwestern untergebracht. Heute dient das Anwesen ausschließlich als kommunaler Kindergarten für fünf Gruppen. In der Vergangenheit sei immer wieder einiges gemacht worden, zählte Bürgermeister Karl Ecker auf: neue Fenster, Brandschutzmaßnahmen, Putz- und Malerarbeiten an der Außenfassade sowie die Sanierung der Toiletten. Die bis dato letzte große Maßnahme war die Ertüchtigung des Daches.

Nun steht eine aufwendige Sanierung im Innenbereich an. Eine neue Heizungsanlage soll ebenso installiert werden wie neue Wasser- und Elektroleitungen. Zudem sind Schallschutzmaßnahmen mit Akustikdecken sowie die Umrüstung der Beleuchtungsanlagen auf LED-Mittel geplant. Die Außenanlagen im Garten werden ebenfalls instandgesetzt. Sie seien in die Jahre gekommen und müssten grundlegend erneuert werden, sagte Ecker. Er betonte jedoch auch, dass bei allen Neuerungen historische Stücke wie das Treppengeländer oder Türen erhalten bleiben sollen, um den „tollen Charakter“ des Gebäudes zu bewahren.

1,5 Millionen Euro werden in den Haushalt eingestellt

Um die Arbeiten zügig voranzutreiben, sollen nun Architektenangebote eingeholt und geprüft werden, ob eine staatliche Förderung möglich sei. In den Haushalt will die Verwaltung zunächst 1,5 Millionen Euro für den Kindergarten einstellen, die Planungskosten gehören anteilig bereits zum Haushaltsplan für dieses Jahr. 2021 sollen die Arbeiten durchgeführt werden – erst innen, dann außen. Als Übergangslösung für die Kindergartenkinder könne man sich die Container vorstellen, in denen derzeit die Schüler untergebracht sind. 

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