Mit Wärmebildkameras suchten Helfer der Feuerwehr den Markt Au nach der Vermissten ab.
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Mit Wärmebildkameras suchten Helfer der Feuerwehr den Markt Au nach der Vermissten ab.

Einsatzkräfte geben alles

Frau verschwunden: Große Suchaktion in der Nacht hält Anwohner in Atem - Hubschrauber und Hunde im Einsatz

  • Armin Forster
    vonArmin Forster
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Eine groß angelegte Suchaktion in Au/Hallertau hat in der Nacht zum Dienstag Dutzende Einsatzkräfte in Atem gehalten. Und für Aufsehen in der Bevölkerung gesorgt.

Au/Hallertau - Gegen 22.30 Uhr war eine Bewohnerin aus dem Kursana-Seniorenheim vermisst worden: Die orientierungslose Frau war offenbar über eine Rettungsleiter aus dem Gebäude geklettert. Zunächst suchten drei Streifen der Moosburger Polizei nach der 87-Jährigen, gegen Mitternacht wurden dann weitere Kräfte nachalarmiert: neben der Auer Feuerwehr unter anderem die Rettungshundestaffeln aus Ingolstadt und Pfaffenhofen. Auch ein Polizeihubschrauber kreiste über dem Markt.

Vermisstensuche bei Nacht: Hubschrauber kreist über Au/Hallertau

„Eine Pflegerin hatte mitgeteilt, dass die Vermisste noch gut zu Fuß ist, deshalb hat es mit der Suche pressiert“, berichtet Sebastian Biendl, 2. Kommandant und Einsatzleiter der FFW Au. Man habe die Gemeinde in Quadranten aufgeteilt und dann die Straßen mit den Feuerwehrautos abgefahren. „Mit den Fußtrupps mussten wir erst noch warten, weil man vom Helikopter aus nicht unterscheiden kann, ob es sich bei einer Person am Boden um einen Feuerwehrmann oder die Vermisste handelt“, erklärt Biendl. Auch mit den Hunden wartete man zunächst noch ab, bis der Hubschrauber das Gebiet ausgekundschaftet hatte.

Neben der Feuerwehr waren zahlreiche weitere Kräfte im Einsatz - unter anderem Hundestaffeln.

Gegen 1.30 Uhr kam dann aus der Luft der erlösende Funkspruch: „Wir haben die Dame in einer Wiese liegend entdeckt!“ Mit der an Bord eingesetzten Wärmebildkamera war die Wärmequelle an einem Weizenfeld am Ortsausgang Au parallel zur ehemaligen B301 aufgefallen. „Eines unserer Fahrzeuge war gleich ums Eck, außerdem noch eine Polizeistreife und der Rettungsdienst“, sagt Biendl. 

Spekulationen bei Facebook über Helikopter-Einsatz

Während der Hubschrauber mit seinem Lichtkegel die Fundstelle markierte, eilten die Helfer herbei – auf den letzten Metern zu Fuß. Und konnten Erfolg vermelden: Die 87-Jährige war in guter Verfassung und ansprechbar, wie später die Polizei mitteilte. Sie wurde zur Sicherheit ins Klinikum Mainburg gebracht, während die Einsatzkräfte abziehen konnten. Sebastian Biendl zeigt sich zufrieden mit dem Großeinsatz: „Die Zusammenarbeit hat super funktioniert.“

Für die Auer Bevölkerung wurde die Nacht ebenfalls wieder ruhiger: Auf Facebook hatten diverse Bewohner des Markts zuvor schon spekuliert, was denn der Grund für den Helikopterflug und das Großaufgebot sein könnte.

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