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Nach dem kirchlichen Segen wurden die Anlagen auf dem neuen Auer Skaterplatz gleich von einigen jungen BMX-Bikern auf Herz und Nieren getestet. Er befindet sich zwischen Wertstoffhof und Feuerwehrhaus.

Freizeitanlage geöffnet

Austoben auf Rollen und Rädern: Neuer Skaterplatz in Au eingeweiht

Große Freude bei den jungen Auern: Im Ort gibt es seit dem Wochenende einen neuen Skaterplatz. Bei der Einweihung wurde die Anlage bereits ausgiebig getestet. 

Au/Hallertau – Zwar war am Samstagnachmittag grauer, Wolken behangener Himmel über dem neuen Auer Skater- und BMX-Platz – beim Nachwuchs herrschte jedoch eitel Sonnenschein. Denn ab sofort steht die neu geschaffene Asphaltfläche zwischen Wertstoffhof und Feuerwehrhaus allen Kindern ab zwölf Jahren zur Verfügung, die sich dort auf sechs Gerätschaften mit ihren Skateboards, auf Inlineskates, mit Scootern oder einem BMX-Rad so richtig austoben können.

Bis zur endgültigen Realisierung zog doch einige Zeit ins Land. Bürgermeister Karl Ecker erinnerte bei der Eröffnung an die ersten Überlegungen eines Skaterplatzes unter der vormaligen Jugendpflegerin Anna Gramlich. Damals sei eine Fläche am Kreisverkehr zwischen Au und Seysdorf im Gespräch gewesen. Aufgrund des Hochwasseraufkommens in diesem Bereich hätten jedoch die Behörden die Zusage verwehrt, weshalb umgeplant werden musste. 

Fündig wurde man schließlich an der heutigen Fläche, die bereits zu Teilen für Beachvolleyball verwendet wurde. Das Gesamtkonzept sah nun vor, dass der Asphaltplatz für Skater neu errichtet wird und der bisherige Beachvolleyballplatz gedreht wird. Ein „kleiner Bauausschuss“, bestehend aus Jugendpflegerin Veronika Hartl, den beiden Jugendreferenten sowie Bürgermeister und Verwaltung, hatte sich dann gemeinsam mit einem Planer dem Projekt angenommen, auch die künftigen Nutzer seien miteingebunden gewesen. Dank ging dabei an die Jugendlichen Benjamin Taschner und Johannes Gruhn, die das Projekt von Beginn an begleiteten.

Unterschiedliche Öffnungszeiten am Wochenende

Insgesamt sechs Geräte befinden sich auf dem Platz, neben zwei Halfpipes auch eine sogenannte Flatrail, ein Wallride, eine Funbox und ein Curb. Auf insgesamt 100.000 Euro belaufe sich die Gesamtmaßnahme, zu der laut Ecker die Platzgestaltung, Einfriedung sowie Bepflanzung gehören würden. Das Areal bedurfte auch eines Lärmgutachtens, das mit 4000 Euro zu Buche schlug und dessen Erfordernis Ecker als „Ausdruck unserer Wohlstandsgesellschaft“ bezeichnete. Es fiel jedoch positiv aus, weshalb der Platz von Montag bis Samstag zwischen 8 und 20 Uhr sowie sonntags von 9 bis 13 und 15 bis 20 Uhr von Jugendlichen benutzt werden darf.

Zwar soll das ganze Projekt noch einmal der Bevölkerung vorgestellt werden, der Asphaltplatz jedoch schon jetzt dem Nachwuchs zur Verfügung stehen. Und deshalb dürfe auch der kirchliche Segen nicht fehlen, für den Pfarrer Berthold Heller und Prädikantin Maria Sansoni sorgten. „Halte Verletzungen fern“, bat Heller in seinem Fürbitten. Und: „Der Platz möge ein Ort der Gemeinschaft und Freundschaft werden.“ Es sei wichtig, dass der Nachwuchs eigenen Raum bekäme, appellierte Maria Sansoni an die Jugend zu mehr Bewegung: „Lieber eine BMX-Tour mehr als Schuhe putzen“.

Martin Hellerbrand

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