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726 Unterschriften übergaben Andreas Thalmair und Thomas Felsl zum Abschluss des Infoabends an den Auer Bürgermeister Karl Ecker.

Infoveranstaltung

Bürgerinitiative optimistisch: Radweg Au-Haslach in greifbarer Nähe

Zu einem Infoabend hat die Radlweginitiative Haslach (Markt Au) eingeladen. Und die Initiatoren konnten von großen Fortschritten berichten.

Haslach – „Selbstversuch. Dieser eine Kilometer von Königsgütler nach Haslach wird doch ohne Auto zu schaffen sein! So mache ich mich auf den Weg zur Versammlung der Radlweginitiative Haslach, bewaffnet mit einer guten Taschenlampe. Der Mond scheint milchig, es ist 19 Uhr – die meisten Pendler sind schon zuhause. Brav halte ich mich am linken Rand – solange das geht. Kurz vor der Kurve muss ich jedoch nach rechts wechseln und fühle mich nur sicher, wenn ich bei jedem Auto in den Grünstreifen springe. Doch aufgepasst: Der Graben daneben ist tief. Die ersten Autos nehme ich noch sportlich, doch mehr und mehr fühle ich mich wie ein Heuhupfer – bis ich schließlich den rettenden Dorfrand von Haslach erreiche. Wie viel schöner und sicherer wäre es doch, wenn es den Radlweg schon gäbe!“

Dieser Erlebnisbericht von Maria Sansoni schildert anschaulich die Problematik, der sich die Radlweginitiative Haslach angenommen hat. Knapp ein Jahr nach Gründung der Gruppe konnten Thomas Felsl und Andreas Thalmair nun in einem vollen Feuerwehrhaus von großen Fortschritten berichten.

Zusammen mit den Gemeindevertretern wurde eine Streckenführung erarbeitet, die auch die Zustimmung des Landratsamts fand: mit Querung der Kreisstraße auf Höhe der Alten Straße und dann straßenbegleitend auf der rechten Seite bis Haslach. Die Mitglieder konnten von positivem Zuspruch von allen Seiten berichten, von Arbeitstreffen mit Gemeindevertretern und der Akzeptanz als örtlicher Ansprechpartner in Sachen Radweg.

Ecker bewirkte eine Ausnahme beim Landratsamt

Vertreter der Initiative waren im vergangenen Frühjahr zu einem Vorort-Termin mit Verantwortlichen des Tiefbauamts Freising und dem Auer Bürgermeister Karl Ecker an einen wichtigen Detailabschnitt der neuen Route eingeladen: der Wegeverlauf auf Höhe des Weilers Königsgütler entlang des Rosenwirtstadels bis Höhe Gärtnerei. Normalerweise steigt das Landratsamt erst in Detailplanungen ein, wenn die Grundstücke gekauft sind. Auf Bitten Eckers gab es jedoch eine Ausnahme, und so konnte er im Herbst die Detailpläne für diesen Abschnitt entgegennehmen – inklusive exaktem Streckenverlauf und genauen Zahlen.

Seither laufen die – laut Initiative – nicht immer einfachen Grundstücksverhandlungen zwischen der Gemeinde und den einzelnen Eigentümern. In Summe würden rund 6300 Quadratmeter für diese Maßnahme benötigt. „Die gute Nachricht: Die ersten Notartermine finden bereits im Februar statt“, hieß es beim Infoabend.

„Und wann könnte der Radlweg fertig sein?“, wurde Karl Ecker gefragt. Fixtermin für die Zuschussbewilligung sei stets der 1. September – hier müssten alle Unterlagen, also die komplette Planung und der gesicherte Grunderwerb, bei der Regierung von Oberbayern eingereicht sein. 

Im besten Fall bereits Ende 2019 fertig

Darauf folgt bis etwa Jahresende die Zuschussbewilligung, und im darauffolgenden Jahr könnte dann gebaut werden. Bauherr ist in diesem Fall der Landkreis. „Im äußerst optimistischen Szenario einer Abgabe zum 1. September könnte der Radlweg dann Ende 2019 fertig sein“, zeigte man sich bei der Initiative zuversichtlich.

Aus Sicht der Aktivisten ist die Umsetzung des Vorhabens derzeit auch „greifbar näher als jemals zuvor und vielleicht für lange Zeit danach“. Grund für diesen Optimismus ist die derzeit gute Zuschusssituation und die Resonanz der Grundstückseigentümer, die größtenteils Wohlwollen signalisiert hätten – frei nach dem Motto „Für Euch Haslacher machen wir das“.

726 Unterschriften von Unterstützern 

Die Verantwortlichen dankten Karl Ecker für sein großes Engagement in Sachen Radlweg Au-Haslach, mahnten aber auch an, dass anscheinend immer noch nicht mit allen Grundstückseigentümern gesprochen worden sei. Der Bürgermeister verwies auf zentrale Knotenpunkte bei diesem Bauvorhaben, deren Lösung grundsätzliche Voraussetzung für die Realisierung des Radwegs sei. Und informierte weiter, dass sämtliche Flächen, die derzeit schon käuflich zu erwerben seien, nun auch gekauft würden.

In der anschließenden Diskussion war man sich einig, dass man als Radlweginitiative weiterhin viel Engagement und Präsenz zeigen müsse – für einen sicheren Rad- und Gehweg zwischen Au und Haslach zur Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer, besonders der Kinder. Wie wichtig den Gemeindebürgern das Vorhaben ist, zeigten auch die 726 Unterstützer-Unterschriften, die am Ende der Veranstaltung an Bürgermeister Karl Ecker übergeben wurden.

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