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Au/Hallertau: Grüne offene Liste kürt erneut Barbara Prügl zur Bürgermeisterkandidatin

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Von: Andreas Beschorner

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Diese Kandidaten wollen über die Grüne offene Liste in den Auer Marktrat. An der Spitze: Bürgermeisterbewerberin Barbara Prügl (vorne, 3.v.r.).
Diese Kandidaten wollen über die Grüne offene Liste in den Auer Marktrat. An der Spitze: Bürgermeisterbewerberin Barbara Prügl (vorne, 3.v.r.). © Beschorner

„Die gute Stimme für Au“: Die Grüne offene Liste zieht erneut mit Barbara Prügl an der Spitze in den Kommunalwahlkampf. Auch die Marktratsbewerber stehen fest.

Au/Hallertau – „Mit geht’s um Au!“ Mit einer klaren Ansage hat Barbara Prügl am Donnerstagabend ihre Bewerbungsrede als Bürgermeisterkandidatin der Grünen offenen Liste (GoL) eröffnet. Der Lohn der Rede: Einstimmig hievten die 19 Stimmberechtigten die 58-Jährige nach 2014 zum zweiten Mal auf den Kandidatenschild. Und auch die 18-köpfige GoL-Liste für den Marktrat steht.

Prügl gab zu: Nach 2014 habe sie eigentlich nicht mehr kandidieren wollen. Schlechte Stimmung im Gemeinderat, Ausgrenzung der GoL, Parteipolitik von „den Anderen“. Doch im Lauf der Zeit habe sich die Atmosphäre auf Betreiben der GoL gebessert, die Arbeit habe Spaß gemacht. Und irgendwann sei in ihr der Gedanke gereift „Mir geht’s um Au“, so Prügl. Sie wolle, dass wieder etwas gestaltet werde, sie wolle, „dass wir wieder stolz auf Au sind“. 

Prügl will „viele Kühe vom Eis bringen“

Die Frage, ob sie Bürgermeisterin könne, hätten ihr Freunde und enge Berater so beantwortet: Sie könne mit allen reden, sie pflege eine gute Streitkultur, sie sei konsensfähig, habe Durchsetzungskraft, sei zielgerichtet und könne strukturiert arbeiten. Und: Ja, sie wolle „viele Kühe vom Eis bringen“, Spannungsfelder abbauen, strebe ein Ortsentwicklungskonzept an, um in Sachen Wohnungsmangel und Verkehr nicht immer nur hinterherzuhecheln. Prügls Credo: „Agieren, um nicht reagieren zu müssen.“

Auch was Finanzen angehe, sei sie fit. Man müsse wirtschaftlich in die Zukunft denken und investieren. Prügl, deren Slogan „Die gute Stimme für Au“ lautet, betonte, sie wäre als Bürgermeisterin auch Profi genug, die vom Gemeinderat beschlossene Klage gegen das Windrad bei Nandlstadt sachlich zu führen. Und ihre erste Amtshandlung? Die E-Mail-Adresse buergerservice@markt-au.de einführen, um Anliegen der Bürger besser und schneller bearbeiten zu können. Freilich, so Prügls Appell an ihre Mitstreiter: „Ich kann nur so gut sein, wie ihr mich unterstützt.“

Etablierte Markträte überlassen den Jüngeren den Vortritt

Dieses Team ist eine 18-köpfige Liste, auf der die amtierenden Markträte – Prügl selbst, Michael Hagl, Klaus Stuhlreiter und Michael Altmann – wieder kandidieren. Die Liste wurde im Rosenwirt einstimmig angenommen. Hagl (Platz 2) betonte, es gebe „eine Menge Baustellen in Au“, die man angehen müsse, vor allem brauche man eine Diskussion darüber, wo man 2040 stehen wolle. Platz 5 bekleidet Ticen Genc, 44, nach eigener Aussage eine „bayerische Türkin“, die Au „wieder zum Leben erwecken“ wolle.

Stuhlreiter kandidiert auf Platz 9, Altmann auf Platz 11. Beide betonten, ihre Platzierung bedeute nicht, dass sie nicht mehr in den Marktgemeinderat gewählt werden wollten. Man habe nur – und das sehr gerne – jüngeren und frischeren Kräften vordere Plätze überlassen. Für den Landratskandidaten der Grünen, Robert Wäger, war es „grandios zu sehen, wie wir gewachsen sind“. Und Neufahrns Grünen-Rathauschef Franz Heilmeier hoffte, dass er 2020 nicht mehr der einzige grüne Bürgermeister im Landkreis sein werde.

Die Kandidatenliste der Grünen offenen Liste Au/Hallertau

1+2 Barbara Prügl, 3+4 Michael Hagl, 5 Ticen Genc, 6 Raphael Placidus, 7 Jutta Ostermeier, 8 Benjamin Stefan, 9 Klaus Stuhlreiter, 10 Heike Jung, 11 Michael Altmann, 12 Rita Straßberger, 13 Franz Westermair, 14 Beatrix Meißner, 15 Alexander Janzon, 16 Nicole Thinius, 17 Lorenz Prügl, 18 Leo Mehren, 19 Louis Thinius, 20 Stefan Danner.

Alle Infos über die Kommunalwahl 2020 in allen Gemeinden finden Sie in unserem großen Überblicks-Artikel.

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