Schnee-Chaos und ärztliche Versorgung: Störungen auf der Stammstrecke

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Die Besten der Besten: In Begleitung von Stefanie Fuß (Bezirksleitung JRK Oberbayern) haben Korbinian Hofmaier, Alice Möhring, Lilian Möhring, Sofia Katic, Lamar Wissam Alnahas (v. l.) und Rosalie Maier (hinten, 2. v. r.) die Deutsche Jugendrotkreuz-Meisterschaft geholt. Darüber freuten sich auch (hinten, v. l.) Gruppenleiter Matthias Kettner und Scout Timon Friedel sowie Gruppenleiterin Julia Rieger (r.).

Hallertauer BRK-Nachwuchs triumphiert in Ludwigsburg

Bundessieg geholt: Auer sind Deutschlands beste Jugendretter

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Sie haben auf Kreisebene überzeugt, ließen im Bezirk die Konkurrenz alt aussehen, kämpften sich zum Bayernmeister. Und nun, beim Bundeswettbewerb, da haben die Auer Jugendrotkreuzler glatt schon wieder gewonnen, sind Deutscher Meister ihrer Altersstufe. Dabei war die Teilnahme in Ludwigsburg eigentlich nur noch ein Zuckerl.

Au/Hallertau – Um die künftige Versorgung durch Ersthelfer braucht in Au niemand bangen. Sind dort doch Deutschlands beste Nachwuchs-Retter zu Hause: Beim 28. Bundeswettbewerb des Jugendrotkreuzes in der Altersgruppe sechs bis zwölf Jahre holten sich die Auer nun den ersten Platz.

Am Finale in Ludwigsburg durften nur die besten aus jedem Bundesland teilnehmen. Für das Bayerische Jugendrotkreuz ging die Ortsgruppe Au an den Start, weil sie sich zuvor auf Kreis-, Bezirks- und Landesebene gegen die Konkurrenz durchgesetzt hatte (wir haben berichtet).

Unter dem Motto „Märchenhaft in Ludwigsburg“ ging es am Wettbewerbstag ab 8 Uhr mit selbstgebastelten Zwergenmützen auf einen zwölf Kilometer langen Parcours. Auf dem Weg durch die Stadt bei Stuttgart mussten sich die sechs Auer an verschiedensten Stationen bewähren. Passend zum Thema drehte sich alles um Märchen.

Passend zum Thema „Märchen“ musste der Auer Nachwuchs beim Wettbewerb in Ludwigsburg ein Königspaar verarzten, das sich bei einem Kutschenunfall „verletzt“ hatte.


So wurde etwa ein Unfall mit einer Kutsche nachgestellt, wo sich die jungen Ersthelfer um drei verletzte Personen kümmerten. Sie zeigten den Schiris, wie sie Verbände anlegen, eine stabile Seitenlage durchführen und einen Knochenbruch stabilisieren. Am Abend dann verkündeten die Verantwortlichen das Ergebnis: den Sieg für Au in der Hallertau.

Interview mit der Gruppenleiterin Julia Rieger

Im Interview mit dem FT erzählt Gruppenleiterin Julia Rieger (22), welches Erfolgsrezept zum Pokal geführt hat und warum der Sieg für alle überraschend kam:

-Frau Rieger, Glückwunsch zur Deutschen Meisterschaft! Haben Sie den Sieg schon realisiert?

Noch nicht so ganz, das kommt wohl erst noch in den kommenden Tagen.

-Als Sie die Gruppe vor vier Jahren gegründet hatten: Hätten Sie geglaubt, dass Sie einmal Deutschlands Beste trainieren?

Nach zwölf Jahren als JRK-Mitglied wollte ich unbedingt meine eigene JRK-Gruppe leiten. Für mich war in den Gruppenstunden immer wichtig, dass der Spaß im Vordergrund steht und nicht der Erfolg bei den Wettbewerben.

-Und was haben Sie und die Gruppe in der Folge besser gemacht, als der Rest der Republik?

(lacht) Ich denke, da wir ein kleiner Ort sind, die Kinder miteinander eng befreundet sind und wir auch viel mit der Bereitschaft zusammenarbeiten, ist eine tolle Truppe zusammengewachsen. Außerdem bin ich selbst – anders als viele Gruppenleiter-Kollegen im Wettbewerb – ehrenamtliche Rettungssanitäterin. Das ist schon ein Vorteil.

„Mit so einem Erfolg hätten wir nicht gerechnet“

-Wie konnten Sie nach den vielen Vorrunden noch einmal die Kräfte fürs Bundesfinale abrufen?

Beim Sieg des Landeswettbewerbs dachten wir schon: Der Wahnsinn! Vor dem Bundesentscheid hatten wir dann noch vier Übungsstunden, um uns für den Wettbewerb vorzubereiten. Trotzdem hätten wir mit so einem Erfolg nicht gerechnet. Wir wollten einfach als Preis für den Landeswettbewerb ein schönes Wochenende in Ludwigsburg verbringen.

-Ein schöner Irrtum. Auf welches Ziel arbeiten Sie jetzt hin? Gibt es vielleicht noch einen europäischen Wettbewerb?

Nein, es geht nicht mehr weiter. Aber die Gruppe kommt nächstes Jahr in die Altersstufe II, dann probieren wir’s dort halt noch einmal! (lacht)

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