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Ungewöhnliche Straßensperrung: Ein Felsblock ist in Au der Stein des Anstoßes

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Von: Andreas Beschorner

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Ein Felsblock liegt Mitten auf der Kohlstattstraße – die Gemeinde hat den Schleichweg „gesperrt“.
Ein Felsblock liegt Mitten auf der Kohlstattstraße – die Gemeinde hat den Schleichweg „gesperrt“. © zz

Es ist mehr als der sprichwörtliche Stein des Anstoßes: In Au ist es ein Felsblock, der bei manchen Bürgern zu Unmut führt. Denn dieser liegt mitten auf der Kohlstattstraße.

Au/Hallertau - Seit einiger Zeit wird im Zuge der Neugestaltung der Hauptstraße die Kreuzung Pfaffenhofener Straße/Mainburger Straße/Untere Hauptstraße umgebaut. Derzeit ist die Pfaffenhofener Straße rigoros abgesperrt. Die offizielle Umleitung ist die Auer Ortsumfahrung – ein, das weiß auch Sailer, ziemlich heftiger Umweg für alle, die im nordwestlichen Teil von Au wohnen. Dabei gäbe es eine Abkürzung – nämlich über die Kohlstattstraße am Friedhof vorbei. Sogar Navigationsgeräte weisen diesen Weg. Doch der Nutzung dieses Schleichwegs hat nun die Gemeinde – und zwar auf Bitte und Forderung einer Anliegerin hin – einen Riegel, genauer: einen Felsen vorgeschoben, der das Befahren der Straße mit Pkw verhindert. Und daran scheiden sich die Geister.

In der Facebook-Gruppe „Au i. d. Hallertau, do bin i dahoam“ ist die Sperrung seit einigen Tagen ein heiß diskutiertes Thema: Auf der einen Seite die, die zwar wissen, dass ein Teil des Weges Privatgrund ist, aber genau deshalb nicht verstehen, wieso die Gemeinde als „Erfüllungsgehilfe“ privater Interessen auftritt, auf der anderen Seite die, die die Anlieger in ihrem Ärger über zunehmenden Schleichverkehr auf Privatstraßen verstehen. Bürgermeister Sailer erklärt auf FT-Nachfrage, die Bürgerin, der die Privatstraße gehört, habe sich mit der Bitte, den Schleichverkehr zu unterbinden, an die Gemeinde gewandt. Die habe dann auf dem Teil der Straße, der öffentlich ist, zunächst Baken aufgestellt. Die seien aber immer wieder beiseite geräumt worden. Nach einer abermaligen Beschwerde habe man sich dann eben dazu entschlossen, den Felsblock in den Weg zu legen.

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Die Eigentümerin des Wegs sei ja schließlich nicht befugt, selbstständig verkehrsrechtliche Maßnahmen zu ergreifen. Und hätte man diese Abkürzung über einen Privatweg nicht unterbunden und hätte sich dieser Schleichweg „herumgesprochen“, so Sailer, wären da wohl bald sehr viele Fahrzeugbewegungen registriert worden.

Er könne zwar den Unmut der Bürger, die diesen Schleichweg gerne nutzen wollen, verstehen, dass sie für die Zeit der Arbeiten in der Pfaffenhofener Straße einen langen Umweg in Kauf nehmen müssen – „ein Dilemma“. Aber die Einschränkungen seien zeitlich absehbar. Bis Ende der Ferien dauern die Arbeiten noch an, die eine Nutzung der Kreuzung verhindern. Danach werde auch der Felsblock wieder entfernt.

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