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Aus dem Schulausschuss

„Extreme Kostensteigerung“: Realschule Au wird nochmal teurer

  • Andreas Beschorner
    vonAndreas Beschorner
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Hiobsbotschaft für die Realschule Au: Der Erweiterungsbau, der einst mit 6,4 Millionen Euro veranschlagt worden ist, soll nun 10,6 Millionen Euro kosten. Und dabei wird es wohl nicht bleiben: Noch immer sind nicht alle Gewerke vergeben.

Landkreis – Die Realschule Au, speziell der Erweiterungsbau, entwickelt sich zu einem Fass ohne Boden. Die jüngste Hiobsbotschaft in Sachen Kosten gab es am Donnerstag im Schulausschuss des Landkreises. Inzwischen hat man bei dem Erweiterungsbau die Zehn-Millionen-Euro-Grenze locker geknackt: 10,6 Millionen Euro soll das Gebäude nun kosten. Und noch immer sind nicht alle Gewerke vergeben.

Sandra Lorenz vom Projektsteuerer Hitzler Ingenieure musste die neuesten Zahlen bekanntgeben: „Relativ hohe Überschreitungen“ der Kostenansätze habe es bei den jüngsten Vergaben gegeben, berichtete Lorenz. Beispielsweise seien die Elektroarbeiten um 275 000 Euro teurer, als man ursprünglich geplant hatte. Zusammen mit anderen Gewerken, deren Preise wegen der aktuellen Marktsituation ebenfalls über dem Ansatz lagen, sei da einiges zusammengekommen.

Außerdem habe man im September 2018 nach einem Starkregenereignis erhebliche Schäden am Bauwerk hinnehmen müsse, was weitere 500 000 Euro an Ausgaben bedeute. Ob (und wenn ja, wie viel) die Versicherung davon übernimmt, sei noch unklar. Insgesamt summiert sich das alles – inklusive einer 65 000 Euro teureren Küche, die nicht nur eine Warmanlieferung von Speisen ermöglicht – auf die Summe von 10,6 Millionen Euro, die der Erweiterungsbau nun kosten soll.

Zur Erinnerung: Vor sieben Jahren waren 6,4 Millionen Euro für den Erweiterungsbau im Gespräch, die Summe stieg dann aber auch aufgrund weiter reichender Kreistagsbeschlüsse und landete bei einer Kostenberechnung von 8,7 Millionen. Im Juni 2017 musste man schließlich mit 9,1 Millionen Euro rechnen, bevor man im Jahr 2018 den nächsten Schock verdauen musste: 730 000 Euro hatte man für den Rohbau angesetzt, das günstigste Angebot lag bei 1,6 Millionen. Zwar konnte man in anderen Gewerken etwas einsparen, doch die zu erwartende Bausumme stieg da schon auf 9,8 Millionen Euro. Und jetzt kommen also nochmal 800 000 Euro drauf. Die Sanierung des Bestandsgebäudes, die inzwischen abgeschlossen ist, war ebenfalls von zwei bis drei Millionen Euro nach ersten Schätzungen auf neun Millionen Euro gestiegen.

Während Birgit Mooser-Niefanger (FSM) von einer „extremen Kostensteigerung“ sprach, sagte Landrat Josef Hauner, die jetzigen Mehrkosten seien auf zusätzliche Wünsche der Schule, auf das Unwetter und die Marktsituation im Handwerk zurückzuführen. „Dafür bekommen wir aber eine Schule, in der sich die Kinder wohlfühlen. Und das ist das Wichtigste.“ 

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