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Inthronisation

Faschingsstart in Au: Barbie Girl wird Mr. Bombastic zum Verhängnis

Au/Hallertau - Eine ausverkaufte Hopfenhalle bot am Samstagabend in Au einen tollen Rahmen für einen Faschingsauftakt nach Maß. Im Mittelpunkt stand natürlich das Prinzenpaar Laura I. und Martin II., das ganz offiziell auf den Narrenthron gehoben wurde.

Damit kehrt die Auer Narrhalla wieder auf den normalen Pfad zurück, der im Vorjahr zwecks Fehlen einer Prinzessin kurzzeitig verlassen werden musste. Als Lösung bediente man sich einer Kölner-Dreigestirn-Variante mit Prinz, Bauer und „männlicher“ Prinzessin, besetzt durch die drei erfahrenen Ex-Prinzen Markus Keller, Thomas Fritsch und Michael Hillebrand. Dass er die Prinzenrolle gegen das Amt des Präsidenten heuer wieder eintauschen durfte, war dem Narrhalla-Boss bei der Begrüßung anzumerken.

Besonders freute Keller, dass Josef Straßberger senior wieder beim Inthronisationsball dabei war. Der Wirt des Gasthauses Gratzmoar ist Ehrenmitglied der Narrhalla Au und steht bei den Treffen im Herbergslokal Gratzmoar auch im hohen Alter noch seinen Mann, weshalb ihm der Präsident viel Anerkennung zollte: „Der Sepp ist 88 Jahre geworden und rockt des noch wie ein Junger.“

Ein gutes Stichwort, denn zu Beginn des Balls durfte der Narrhalla-Nachwuchs „P’Auer Dancers“ mit den drei Formationen Kindergruppe, Garde und Teens ran. Umgehend war Leben in der Bude, als kleine Mäuse, American-Girls sowie die Teenie-Gruppe der 12 bis 14-Jährigen aufzeigte, dass mit der Narrhalla sicher auch in Zukunft zu rechnen ist.

Zugabe aus dem Dschungelbuch

Es folgte der Auftritt der Narrhalla – lautstark angeführt von Hofmarschall Martin Linseisen. Eher ruhigere Töne fanden die neuen Regenten. „Ich bin die Laura aus Rudelzhausen und scho g’spannt, ob’s euch g’fällt, mein nigelnagelneues Prinzessinnengwand“, reimte die 20-Jährige. Und ihr 29-jähriger Prinz aus dem Hause Grünwald verkündete: „Ich bin der Martin und in Holzhof dahoam, und bin heuer überraschend Faschingsprinz wor’n.“ Zum besseren Regieren gab es den Rathausschlüssel von Bürgermeister Karl Ecker, versehen mit einem Zusatz: „Passt bei jedem Schloss, außer bei der Kasse.“

Jede Menge Beifall kassierten die sieben Gardemädels, die als Zugabe zu „Probier’s mal mit Gemütlichkeit“ aus dem Dschungelbuch die Beinchen schwangen. Beim Prinzenwalzer richteten sich dann alle Augen auf die beiden Hoheiten, die sich zum Schmusesong „Give me love“ von Ed Sheeron drehten. Schrecksekunde dann beim Zugabe-Medley: Gerade als der Prinz zu „Mr. Bombastic“ in Hochform auflief, verhedderten sich seine Knöpfe am „Barbie Girl“. Doch keine Bange, rasch war der Faden von Schlosserhand abgerissen. Das kurzzeitige Verhängnis war somit beendet, und ein erfolgreicher Auftakt nahm seinen Lauf.

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