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In den Hopfengärten der Hallertau wurden in den vergangenen Wochen die Drähte eingehängt (Foto). Nun steht das Hopfenandrehen an – doch dafür fehlen Helfer.

Unaufschiebbare Arbeiten stehen an

Landwirte brauchen dringend Hilfe: Online-Plattform verbindet Interessierte und Bauern

  • Armin Forster
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Bauern brauchen dringend Hilfe beim Hopfenandrehen: Eine neue Plattform verbindet jetzt Interessierte und Landwirte, damit die unaufschiebbaren Arbeit so schnell wie möglich erledigt werden.

Hallertau – Die Lage spitzt sich zu: Nachdem vor wenigen Tagen wegen der Corona-Beschränkungen die Grenzen auch für Saisonarbeiter dicht gemacht wurden, stehen nun immer mehr Landwirte speziell in der Hallertau vor einem massiven Problem. Unaufschiebbare Arbeiten können nicht erledigt werden.

Zum Hopfenandrehen werden 10.000 Arbeiter benötigt

Konkret geht es um das sogenannte Hopfenandrehen. Aus jedem Stock wachsen im Frühjahr ab Ende April 40 bis 60 Triebe. Für eine normale Entwicklung werden nur vier bis sechs Triebe benötigt. Die übrigen werden abgeschnitten. Die benötigten Triebe werden „angeleitet“, also um den Aufleitdraht gewickelt. Diese Tätigkeit ist sehr arbeitsaufwendig. In der Hallertau werden dazu rund 10.000 Saisonarbeiter benötigt. Ohne diese ist der Arbeitsaufwand schlichtweg nicht zu bewältigen. Viele Hopfenpflanzer sind daher verzweifelt auf der Suche nach Saisonarbeitern beziehungsweise Helfern aus der Umgebung.

Bauern hoffen auf Schüler, Studenten und die Gastro-Branche

Die Hoffnung der Bauern richtet sich nun auf all jene, die wegen der derzeitigen Lage beispielsweise in Kurzarbeit geschickt wurden oder in Branchen wie der Gastronomie aktuell keinen Einsatz finden. Auch Schüler und Studenten, die nicht zur Risikogruppe gehören und momentan viel Zeit übrig haben, sind willkommen. Damit Helfer und Landwirte zusammenfinden können, hat der Maschinenring kurzfristig eine Online-Plattform ins Leben gerufen, auf der sich Interessierte registrieren und somit ihre Hilfe anbieten können: www.daslandhilft.de.

Dort werden auch Fragen beantwortet, etwa: „Wer kann Hilfe anbieten? Kann trotz Ausgangsbeschränkung gearbeitet werden? Wie schütze ich mich und andere? Bin ich versichert und angemeldet?“ 

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