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Mit brutaler Gewalt soll ein 39-Jähriger gegen die  schwangere Ehefrau vorgegangen sein, mit der Absicht, das ungeborene Kind zu töten. Doch stimmen diese schweren Vorwürfe auch?

39-Jähriger soll schwangere Frau attackiert haben

Ehemann unter schwerem Verdacht

Die Vorwürfe wiegen schwer: Mit Schlägen und einem Tritt Richtung Bauch soll ein 39-Jähriger versucht haben, bei seiner schwangeren Frau einen Abbruch herbeizuführen. Gestern stand der Mann vor dem Amtsgericht Freising – und bestritt alles vehement.

Landkreis – Die gemeinsame Wohnung des Ehepaars in der Hallertau soll im März 2016 Schauplatz brutaler, häuslicher Gewalt geworden sein. Bei der gestrigen Gerichtsverhandlung gingen die Aussagen des Angeklagtem und seiner Frau allerdings weit auseinander.

Auslöser des Streits soll laut Ehefrau das Essen gewesen sein, das dem Gatten – inzwischen Ex-Gatte – nicht geschmeckt habe, beziehungsweise ein DVD-Player, den die 36-Jährige falsch bedient haben soll. Laut Aussage der Frau soll ihr damaliger Mann ihr eine Kopfnuss verpasst und ihr dann mit der Faust auf den Kopf geschlagen haben. Als sich die Frau, die damals in der 16. Woche schwanger war, gestürzt sei, habe ihr alkoholisierter Gatte mit dem Fuß Richtung Bauch getreten, diesen jedoch verfehlt, weil sich die Frau rechtzeitig zur Seite gedreht habe. Bei dem Fluchtversuch aus der Wohnung habe er sie schließlich die letzten Stufen der Treppe hinuntergeschubst. Während der Auseinandersetzung soll der Ehemann gedroht haben, ihr und dem Fötus etwas anzutun. Es sei ohnehin nicht sein Kind. Dem Ungeborenen, das inzwischen das Licht der Welt erblickt hat, sei jedoch nichts passiert, wie sich bei einem Krankenhausaufenthalt herausgestellt habe. Jedoch habe sie Hämatome und eine Schwellung am Jochbein davongetragen, berichtete die Frau. Ihr Mann habe regelmäßig viel Bier getrunken. Auch an dem fraglichen Tag soll er alkoholisiert gewesen sein.

Der Angeklagte bestritt alles – und beschuldigte vielmehr seine Ex-Frau. Sie sei ihm gegenüber oft gewalttätig gewesen. Zurückgeschlagen habe er jedoch nicht. Sie habe ihm sogar einmal eine zerbrochene Flasche an den Hals gesetzt, ihn bedroht, seine Konten leergeräumt und ihn belogen. Eine verbale Auseinandersetzung habe es an jenem Tag gegeben, räumte der Angeklagte ein. Seine Frau habe ihn gepiesackt und Streit gesucht, als er in Ruhe Fußball schauen wollte. Sie habe schließlich selbst die Wohnung verlassen. Der Verteidiger des Angeklagten vermutet als Grund für die Hämatome das während der Schwangerschaft eingenommene Medikament zur Blutverdünnung.

Auch nach sechs Stunden Verhandlung standen sich gestern die Aussagen des Angeklagten und seiner Ex-Frau diametral gegenüber. Ein Urteil wird es erst im Juli geben.

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