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Prominente Ballgäste: MdB Erich Irlstorfer, Bürgermeister Karl Ecker und Irmgard Kaindl (Landratsamt; v. r.) mit Prinzessin Laura I., Pfaffenhofens Landrat Martin Wolf und den Hofnarren Benedikt Nickels und Robert Rank (v. l.).

In der Auer Hopfenhalle

Gelungene Premiere für den Ball der Hallertau

Au/Hallertau – Der „Ball der Hallertau“ ist auf Anhieb geglückt. Zwar hätten bei der Premiere der Veranstaltung am Samstag durchaus noch mehr Gäste in die Auer Hopfenlandhalle gepasst, diejenigen, die da waren, erlebten jedoch auch so eine vergnügliche Ballnacht.

Wie es sich für einen derartigen Abend gehört, kam mit der Band EM Zwo um Michael Eberwein auch die Musik aus dem Hopfenland. „Wir haben die beste Kapelle der Hallertau gewinnen können“, lobte Hofmarschall Martin Linseisen die Musikformation aus Dellnhausen. Dabei musste Linseisen auch gleich seinen Chef, „Präsi“ Markus Keller, für den Abend entschuldigen, der krankheitsbedingt zu Hause das Bett hütete.

Auch die Auftritte der Faschingsgesellschaften aus Au und Mainburg kamen bei den Besuchern hervorragend an.

Aber da war der Narrhalla-Boss nicht der einzige, denn auch Bürgermeister Karl Ecker musste in seinem Grußwort Mainburgs Rathauschef Josef Reiser als Chef der Siegelgemeinden wegen einer Erkältung entschuldigen: „Der Sepp ist sonst bei jeder Veranstaltung da“. Wer sich den Abend hingegen nicht entgehen ließ, war Pfaffenhofens Landrat Martin Wolf, für den der Ball in seiner Funktion als Chef des Tourismusverbands Hallertau erst recht eine Pflichtveranstaltung darstellte. Auch Verbands-Geschäftsführerin Martina Mayer und Kollegin Silke Thurner sowie Ulrike Bergeaud vom Tourismusverband Kelheim waren zugegen. Schirmherr und Bürgermeister Karl Ecker schien die Freude ins Gesicht geschrieben, dass sich mit MdB Erich Irlstorfer auch der Politiker mit dem größten Hallertauer Einzugsgebiet den Ball nicht entgehen ließ.

Rasch füllte sich die Tanzfläche zu den Klängen der Musikgruppe EM Zwo aus Dellnhausen.

Für den Kreis Freising war Irmgard Kaindl vom Landratsamt gekommen, die im Vorzimmer des Landrats unter anderem dessen Termine koordiniert. An sie gerichtet zeigte sich Karl Ecker deshalb besonders charmant: „Sie haben heute drei Tänze frei.“ Dass der 53-Jährige auch anders kann, bekam Eckers Schwester Gabi bei seinem Hinweis auf die Ursprünge des Hofballs vor 180 Jahren zu hören: „Von uns war damals sicher niemand dabei, höchstens meine ältere Schwester.“ Dass eine derartige Aussage den Familienfrieden bestimmt nicht dauerhaft störe, fügte der Bürgermeister am Ende seiner Rede an: „Die halt des aus und zahlt’s mir schon wieder heim.“

Dann ging Ecker kurz auf die Geschichte des einstigen Hofballs ein, der in die Ära der Grafen Montegelas fiel, die von 1833 bis 1846 auf Schloss Au residierten. Nicht jeder sei damals eingeladen gewesen, zitierte der Bürgermeister aus der historischen Gästeliste: „Pfarrer, Lehrer, Oberjäger und Braumeister.“ Von den genannten Berufsgruppen waren nur ein paar Pädagogen unter den Besuchern 2017 auszumachen. Schließlich verteilte Ecker noch Blumen – jedoch nicht an seine Schwester Gabi, sondern an Prinzessin Laura, mit der er als Schirmherr den Ball eröffnete.

Das war dann der Startschuss für alle Ballbesucher, die in schwarz-weißer Robe das Tanzparkett dicht bevölkerten. Die willkommenen Tanzpausen wurden mit der Show der Kinder von den „P’Auer Dancers“ gefüllt, danach folgte der Auftritt von Prinzenpaar Laura und Martin samt Hofstaat. Mit dem Gastauftritt der Narrhalla Mainburg wurde der „Ball der Hallertau“ um eine weitere Facette bereichert.

Martin Hellerbrand

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