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Sponsoren, Kommunalpolitiker und Bockerl-Freunde zählen zu den Ehrengästen, denen Manfred Lohr (l.) vom Modellbauer-Quartett Details rund um die 50 Meter lange Mini-Bahnstrecke erläutert.

Modelleisenbahnausstellung 

Die Hallertau im Miniaturformat

In Au rollt seit Sonntag das Holledauer Bockerl durch die Hopfenlandhalle. 50 Meter Gleisstrecke gespickt mit jeder Menge heimischer Bahnhöfe, Haltestellen und Randerscheinungen in Miniaturform rufen alte Eisenbahn-Zeiten in Erinnerung.

Au/Hallertau – Großer Bahnhof herrschte am Sonntagmittag in der Auer Hopfenlandhalle. Den Grund dafür lieferten die vier Modellbauer Reinhard Altmann, Bernhard Steinhauser, Manfred Lohr und Günter Schreiner mit der Ausstellung „Bockerl fahr zua“. Unter anderem Pfaffenhofens Landrat Martin Wolf, Freisings Vize-Landrat Robert Scholz sowie Kelheims vierte Landrats-Vertreterin Hannelore Langwieser galt der Gruß von Bürgermeister Karl Ecker, der als ehemaliger Bahnhof-Anrainer seine besondere Verbundenheit zum Zug erläuterte: „Es gab damals sogar ein Gleis zum Sägewerk“. An der „Haltestelle Au“ waren nun auch Gemeinderäte, Sponsoren und treue Unterstützer der Bockerl-Freunde vertreten, als Bernhard Steinhauser zur Eröffnung ins Original Zug-Horn stieß: „Bahn frei“.

Mit Original-Bahnhorn eröffnet Bernhard Steinhauser zusammen mit Günter Schreiner, Christian Schulz, Manfred Lohr und Reinhard Altmann (v. l.) die Ausstellung.

Bei der Führung machte sich die interessierte Besucherschar dann ein Bild von den vielfältigen und filigranen Modulen, die das Zug-Quartett zwei Tage lang in der Halle aufgebaut hatte. Das Herzstück bildete natürlich die kleine Eisenbahnlinie, die auf der Strecke von Wolnzach bis Mainburg sowie Enzelhausen bis Nandlstadt in Miniaturform nachgebildet wurde. Vor allem die facettenreichen Details am Gleisrand stießen auf viel Begeisterung. Neben den originalgetreu nachgebauten Bahnhöfen und Haltestellen gibt es auf 50 Metern auch ein Sägewerk, einen Schrottplatz sowie alte Höfe und Bauernhäuser zu sehen, zudem nimmt der Hopfenbau viel Raum ein. Von Draht aufhängen bis hin zur Ernte sind verschiedene Hallertauer Szenen realistisch dargestellt. Der Brand einer Scheune darf ebenso nicht fehlen. Per Knopfdruck können Besucher selbst noch ein paar Zugaben zuschalten, etwa einen fallenden Baum, aus einer Wiese herausspitzende Maulwürfe oder wildes Liebesleben im VW-Bus.

Die Ausstellung wird noch durch Bilder von Fotograf Christian Schulz sowie ein Video über die Hopfenernte vor 50 Jahren bereichert. Viele Bewunderer fanden auch die Luftaufnahmen über Hallertauer Gemeinden, speziell die großflächigen Bilder von Au aus dem Jahre 1971. Auch Details und Utensilien aus alten Zug-Zeiten bleiben nicht außen vor.

An den beiden kommenden Wochenenden, jeweils samstags und sonntags, besteht von 13 bis 18 Uhr noch die Möglichkeit zum Besuch der Bockerl-Ausstellung.

Martin Hellerbrand

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