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Mit Bravour haben die Hanghena am Freitagabend ihr Heimspiel in der Hopfenlandhalle in Au gemeistert. Der Auftritt von (v. l.) Magdalena Thumann, Marion Daschner und Sophie Hofer sorgte für beste Stimmung.

Konzert in der Hopfenlandhalle

Hanghena lassen beim Heimspiel in Au keine Federn

Au/Hallertau - Ein Auftritt vor heimischem Publikum: Das macht selbst „drei wilde Hühner“ richtig nervös. Umso mehr legten sich die Hanghena am Freitag ins Zeug, um die knapp 500 Besucher in der Auer Hopfenlandhalle zu begeistern – und einen tollen Erlös für das Spielplatz-Projekt einer Väterinitiative zu erzielen.

„Ich bin scheißnervös“, sagte Marion Daschner mit Blick auf die imposante Kulisse, die sich ihr am Freitagabend in der Hopfenlandhalle in Au bot. Knapp 500 Besucher waren zum Konzert der Hanghena gekommen und warteten gespannt auf den Auftritt der drei „wilden Hühner“ mit Auer Wurzeln. Um in der Heimat keine Federn zu lassen, legte sich das Trio mächtig ins Zeug. Schließlich galt es nicht nur, viele Bekannte im Publikum zu begeistern, sondern auch, Geld für einen guten Zweck einzuspielen, wie Moderator Christian Thalmair dem Publikum erklärte. Der Erlös des Abends kommt dem Projekt einer Väterinitiative zugute, die am Klosterberg in Au ein Spieleparadies errichten will (wir haben berichtet).

Getreu dem Programm „Emanzipation schiebt o“ gab es von Beginn an flotte Zeilen wie „A ganz normale Frau nimmts net so genau“, musikalisch mit Akkordeon, Gitarre oder Handtrommel in ein Lied verpackt. Darüber hinaus präsentierten die drei „Bühnenhühner“ Weisheiten zwischen den Liedern: „Es ist interessant, was a Mo moanat, was a Frau so dadat.“ Dass auch Federvieh den Sommer herbeisehnt, machten die drei Musikerinnen mit einer Eigenkomposition deutlich: „I hab an Sand in de Schuh, griag von der Hitz’ gar net gnua.“

Das Publikum zollte viel Applaus, ebenso, als zwei der drei Mädels kurzzeitig verschwanden, um sich umzuziehen. Denn es galt nachzuspielen, was die drei am Tegernsee auf dem Trachtenfest erlebt hatten: die „Brunftzeit“. Hierzu lieferten sich Magdalena Thumann im Blaumann und Marion Daschner mit Zöpfen und Dirndlschürze eine musikalisches Techtelmechtel, zartbesaitet schickte Sophie Hofer mit Gitarre die nötigen Töne zur Anbahnung.

Was nicht fehlen durfte, war die Geschichte, wie es zur Gründung der Hanghena gekommen ist. Die drei Musikerinnen wirken seit Jahren beim Neujahrskonzert der Marktkapelle mit. Und es ist Brauch, dass zur Nachfeier jährlich jemand anderer einen Beitrag leisten muss. Das Trio tat sich dazu zusammen: Die Hanghena waren geschlüpft.

Nach mehreren Zugaben war dann Schluss. Sichtlich erleichtern präsentierten sich die drei Musikerinnen nach dem geglückten Heimspiel. Dank und Blumen gab es für das Trio von der Väterinitiative um Andreas Römer.

Martin Hellerbrand

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