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Symbolischen Startknopf für schnelles Internet in Au gedrückt: Martin Treffer und Helmut Kiening von der Telekom sowie Helga Eisenmann, Bürgermeister Karl Ecker, Georg Zendelbach und Konrad Goldbrunner von der Marktverwaltung (v. l.).

Breitbandausbau

Internet in Au: Telekom räumt Versäumnis ein - Bürger können ab sofort schneller surfen

Der Ablauf war holprig, hinzu kamen monatelange Verzögerungen – doch nun ist der Weg frei für schnelles Internet im Markt Au. Wer es nutzen will, muss handeln.

Au/Hallertau – Ab sofort können 2350 Haushalte in Au, den Ortsteilen und in den Gewerbegebieten das schnelle Internet nutzen. Schnell bedeutet: Es sollen Bandbreiten bis zu 100 Megabit pro Sekunde möglich sein. Im neuen Netz ist damit gleichzeitiges Telefonieren, Surfen und Fernsehen möglich, ebenso Musik- und Video-Streaming sowie das Speichern in der Cloud.

Um die neuen Möglichkeiten nutzen zu können, müssen die Bürger jedoch noch Eigeninitiative beweisen. Denn auch für bereits bestehende Telekom-Verträge erfolgt keine automatische Anpassung der Geschwindigkeit. Vielmehr müssen die schnellen Bandbreiten immer erst „aktiv beantragt werden“, wie Telekom-Vertriebsmanager Helmut Kiening erläuterte. 

So könne die schnellere Leitung entweder online oder über einen Telekom-Shop beantragt werden. Alternativ könne man sich an Geschäfte aus dem elektronischen Fachhandel wenden, die beim Wechsel der Leitungen behilflich seien. Daneben ist derzeit Vertriebspersonal im Markt Au unterwegs, um im Namen der Telekom vor Ort Bestandskunden oder Interessierte über die neuen Möglichkeiten hinsichtlich Verfügbarkeit, Geschwindigkeit und Tarife zu informieren. Wer bei einer Vorort-Akquise ein eher ungutes Gefühl habe, dem rät Kiening: „Lassen Sie sich den Telekom-Ausweis zeigen.“

Verzögerung geht auf die Kappe der Telekom

Insgesamt hat die Telekom 45 Kilometer Glasfaser verlegt, des weiteren 22 Multifunktionsgehäuse sowie zwei Glasfasernetzverteiler neu aufgestellt und mit moderner Technik versehen. Noch bis Ende April dauern die Abschlussarbeiten, dann seien alle Kabel verbuddelt und eventuell noch vorhandene Schäden behoben. Dass das ganze Projekt in Au nicht ganz reibungslos verlief, verhehlte Telekom-Verantwortlicher Martin Treffer bei der Inbetriebnahme nicht. 

Denn vom vereinbarten Zeitpunkt des Starts im November musste Abstand genommen werden, so Treffer: „Unser Versäumnis“. Der Zeitverzug habe zu Unmut geführt, zeigte er sich reuig. Grund seien unter anderem fehlende Kapazitäten im Tiefbau gewesen. Keine Schuld habe laut Treffer die Gemeinde, was deren Vertreter beim Starttermin – Bürgermeister Karl Ecker, Geschäftsleiter Konrad Goldbrunner, Breitbandpatin Helga Eisenmann und Mitarbeiter Georg Zendelbach – mit Zufriedenheit registrierten. Vielmehr hätten sich Signale aus dem Rathaus positiv zum Baufortschritt ausgewirkt, sagte Treffer: „Die klaren Worte des Bürgermeisters“.

Martin Hellerbrand

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