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Narrhalla feiert Auftakt

Inthronisation in Au: 91-jähriger Wirt darf Faschingsball eröffnen

In Au haben sich jetzt erst einmal die Narren den Rathausschlüssel gesichert – und eine ganz besondere Persönlichkeit durfte den Ball eröffnen.

Au/Hallertau – Kommen und Gehen bei der Inthronisation 2020. Wie jedes Jahr war Josef Straßberger zur „Inthro“ gekommen. Schließlich hat der 91-Jährige das Auer Faschingsleben jahrzehntelang aktiv mitgestaltet, bietet der Narrhalla in seiner Wirtschaft „Zum Gratzmoar“ bis heute Herberge und freut sich alljährlich, dass in Au in der fünften Jahreszeit etwas auf die Beine gestellt wird. Als Wertschätzung wurde dem „Gratzmoar-Sepp“ die Balleröffnung mit Ehren-Präsidentin Petra Roggenbuck in der restlos ausverkauften Hopfenlandhalle übertragen.

Mit Ehren-Präsidentin Petra Roggenbuck (l.) eröffnete der 91-jährige Josef Straßberger (r.) den Inthro-Ball.

Vom Tanzfieber war dann auch das Publikum infiziert, die „Hot-Pants“ lieferten hierzu die richtige Dosis. Für Verschnaufpausen sorgten der Auftritt des 50-köpfigen Narrhalla-Nachwuchses „P’Auer Dancers“ (Bericht folgt) sowie die Machtübernahme der neuen Regenten.

Abschied nehmen hieß es für die letztjährigen Hoheiten. Ein „dickes Merci“ schickte Ex-Prinz Torsten an alle, die ihm die Faschingszeit in Au versüßt haben: „Genießt die Zeit, ich hab sie in vollen Zügen genossen.“ Von Prinzessin Nina gab’s das höchste Lob für Torsten: „Hätt’ keinen besseren Prinzen finden können.“

Doch dann war Zeit für die Neuen, Antonia I. und Stefan III. Eigentlich in Wörth/Isar und Rohr daheim, kamen beide durch verwandtschaftliche Beziehung zu Vize-Präsidenten-Freundin Claudia Obermeier ins Hopfenland. Zur „Machtübernahme“ bekamen sie personelle Unterstützung aus der Heimat, um an Zepter und Rathausschlüssel zu gelangen. „Der Rathausschlüssel ist nicht nur heute begehrt, auch am 15. März kämpfen’s um den Schlüssel“, erinnerte Bürgermeister Karl Ecker an die Symbolkraft des Schlüssels.

Für ein farbenfrohes Bild sorgten die Hofnarren bei der Schlüsselübergabe durch Rathauschef Karl Ecker (hinten, 2. v. r.) an das Prinzenpaar Antonia und Stefan (3. u. 4. v. l.).

Dass das Prinzenpaar weniger auf das Rathaus schielt und es vielmehr auf einen tollen Fasching abgesehen hat, machten Antonia und Stefan beim schwungvollen Prinzenwalzer deutlich. Bereits davor hatte die Garde ihre Beine geschwungen, wobei die Einlage mit einem zum Fallschirm werdenden Rock in drei Metern Höhe Begeisterungsstürme hervorrief. Klar, dass alle Mitwirkenden mehrfach das interne Aktivenlob „Narr-Halla“ zu hören bekamen. Dabei schreien alle Narrhallesen dreimal in Folge als Antwort ein kräftiges „Halla“ in den Saal, den zuvor der jeweilige Hofmarschall mit einem „Narr“-Ruf phonisch vorbearbeitet hat. Erstmals übernahm heuer Toni Lipp die Aufgabe des Rufers, wobei der 28-Jährige in der Rolle als ruhiger Conférencier sichtlich zu gefallen wusste.

Die lokale Polit-Prominenz, Verwandte sowie Unterstützer des Auer Faschings bekamen dann noch einen Orden um den Hals. Krönender Abschluss war die Mitternachtsshow, danach herrschte auf dem Parkett und in der Bar reger Betrieb.

Martin Hellerbrand

Weitere Highlights aus dem Fasching im Landkreis lesen sie in unserem Themen-Special.

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