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Ein Hoch auf die Jugendrotkreuzler aus Au: (hinten v. l.) Kirk Thieme (Vorsitzender Arbeitsgruppe Wettbewerbe) JRK-Bundesvorsitzender Marcus Janssen, Cornelia Ast (stellvertretende JRK-Landesleiterin) gratulierten (vorne v. l.) Korbinian Hofmaier, Lilian Möhring, Rosalie Maier und Alice Möhring.

Jugendrotkreuz aus Au/Hallertau gewinnt Landeswettbewerb 

Das sind Bayerns beste Rotkreuzler

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Im Landkreis und in Oberbayern hat das Jugendrotkreuz aus Au bereits große Erfolge gefeiert. Jetzt stand der Landeswettbewerb des Rettungsnachwuchses auf dem Programm. Und siehe da: Auch in Tüßling bewiesen die jungen Helfer, dass sie auf ihrem Gebiet zur absoluten Spitze gehören. Doch die nächste Herausforderung wartet schon.

Landkreis – „70 Jahre Herzklopfen“ – das war das Motto des Landeswettbewerbs des Bayerischen Jugendrotkreuzes, das 2017 sein Jubiläum feiert. Und mittendrin: der Nachwuchs aus Au – „The Red Heroes“. Alice Möhring, Lilian Möhring, Rosalie Maier und Korbinian Hofmaier gingen in der Altersstufe neun bis zwölf Jahre an den Start – in der Klasse, in der sie auch schon auf Kreis- und Bezirksebene gewonnen haben. Insgesamt zeigten über 300 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene in 40 Wettbewerbsgruppen, was sie in ihrer Zeit beim Roten Kreuz gelernt haben. Doch in ihrer Altersklasse reichte niemand an die Auer heran.

Am Wettkampftag, ein Samstag, musste man früh aufstehen – schließlich startete der Wettbewerbsparcours quer durch Tüßling schon um 9 Uhr. Da setzten sich die Auer Kinder gleich mal an die Spitze: Die Fragebögen zum Rotkreuz-Wissen und zur Ersten Hilfe konnten sie fehlerfrei beantworten – volle Punktzahl!

Ihr Selbstvertrauen hat das sicher nochmal gesteigert – und auch in der Praxis zeigten sie ihr Geschick. Simuliert wurde ein Flugzeugabsturz bei einer Flugshow: Real geschminkte Verletzte mussten hier erstversorgt werden. Da saß jeder Handgriff: Die Jugendrotkreuzler kümmerten sich souverän um drei verletzte Personen, zeigten den Schiedsrichtern, wie man einen Druckverband anlegt, Verbrennungen behandelt und einen offenen Knochenbruch stabilisiert – und das alles mit der Routine von gestandenen Rettungskräften.

Und wie die Großen zeigten auch die „Red Heroes“ perfektes Teamwork: An den Spielestationen, wo die Zusammenarbeit getestet wird, waren sie ebenso erfolgreich wie bei einer etwas lustigeren und abwechslungsreicheren Aufgabe: Ihre Kreativität durften sie nämlich bei einem selbstgeschriebenen Theaterstück und einem verzierten Jugendrotkreuz-Kuchen unter Beweis stellen.

Damit war der Wettbewerb beendet – doch die Gewinner sollten erst am Folgetag bekanntgegeben werden. Klar, dass die Spannung kaum zu ertragen war. Doch Ablenkung gab es reichlich: Die große Geburtstagsparty des Jugendverbands des BRK stand auf dem Programm.

Eine Stunde lang wurde bei der Bekanntgabe dann gezittert und gebangt – bis schließlich feststand: „The Red Heroes“ sichern sich den Sieg in ihrer Altersklasse. Doch der Titel in Bayern soll noch nicht das Ende der Geschichte sein: Von 13. bis 15. Oktober vertreten die vier Kinder nun Bayern beim Bundeswettbewerb in Ludwigsburg (Baden-Württemberg).

„Für die Kinder war es ein unvergessliches Wochenende“, sagte Gruppenleiterin Julia Rieger. Der Nachwuchs sei noch enger zusammengewachsen. „Die Vorfreude auf den Bundeswettbewerb ist jetzt schon riesig.“ Rieger und auch ihr Kollege Matthias Kettner sind stolz auf ihre Sprösslinge – und werden sie jetzt auf den Bundeswettbewerb vorbereiten. Dort, und da sind sich die beiden sicher, „werden sie auch eine super Leistung abliefern“.  ft/ahi

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