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Mit dem Bierrohstoff Nummer 1 kennt sich Katharina Schinagl als Pflanzerstochter freilich aus. Karl Ecker, Bürgermeister des Siegelbezirks Au, drückt ihr für die Bewerbung zur Hallertauer Hopfenkönigin fest die Daumen.

21-jährige aus Hebrontshausen

Köchin, Kellnerin - und bald Königin? Katharina Schinagl will die Hopfenkrone

Kommt die nächste Hopfenkönigin wieder aus dem Landkreis Freising? Die Chancen stehen nicht schlecht, denn mit Katharina Schinagl aus Hebrontshausen bewirbt sich eine Pflanzerstochter aus dem Siegelbezirk Au um die Hopfenkrone.

Hebrontshausen - Im September feiert Katharina Schinagl ihren 22. Geburtstag. Das schönste Geschenk könnte sie bereits einen Monat zuvor bekommen, wenn am 15. August in Wolnzach die Krönung der neuen Hopfenkönigin ansteht. „Es ist doch eine Ehre, das Grüne Gold und die Heimat zu vertreten“, sagt die 21-Jährige zum Beweggrund ihrer Kandidatur. Dass die Wahl mitunter stressige Folgen mit sich bringt, dessen ist sie sich bewusst.

Gelernt hat Katharina Schinagl den Beruf der Köchin. Und zwar im Kardinal-Döpfner-Haus am Freisinger Domberg, weshalb sicher auch schon manche Herren der hohen Geistlichkeit wie etwa Kardinal Reinhard Marx ganz unbewusst die Künste von Katharina genießen durften. 

Von der Kirche zu Jungheinrich gewechselt

Mittlerweile kocht Katharina aber in der Kantine von Jungheinrich. An Wochenenden steht sie zudem im Landgasthof Ostermeier in Gütlsdorf bei Attenkirchen am Herd, um bei Hochzeiten und anderen Großereignissen zu helfen.

Ja, fleißig ist die 21-Jährige, die ganz nebenbei auch noch bedient. Höhepunkt ist alljährlich die Wiesn, wo Kellnerin Katharina im Armbrustschützenzelt umherwirbelt. Zu Hause, auf dem elterlichen Kothuber-Hof, helfen sie und ihre Geschwister Michaela (25) und Matthias (20) freilich ebenfalls kräftig mit. Draht aufhängen ist ihr der liebste Job. Warum? „Hoch oben auf der Kanzel über die Hallertau zu blicken, hat schon was.“

Ihr Trumpf: Die Landjugend und viele Freunde

Vielleicht ist ihr ab dem 15. August noch der Blick aus einer ganz anderen Warte erlaubt, wenn sie „hoch oben“ vom Hopfenthron auf ihr Volk herunterschauen darf. Erfahrung auf der Bühne hat Katharina Schinagl bereits als Theaterspielerin in Hebrontshausen gesammelt – und an Unterstützung dürfte es ebenfalls nicht mangeln, der Landjugend und dem großen Freundeskreis sei Dank. Auch die Heimatgemeinde Rudelzhausen und der Siegelbezirk Au stehen hinter ihr.

Mit Veronika Springer aus Hirnkirchen eroberte 2011 letztmals eine „Freisingerin“ die Hopfenkrone, weshalb Katharina Schinagl mit einem Augenzwinkern feststellt: „Es wird wieder mal Zeit.“

Martin Hellerbrand

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