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Freude über den Nachfolger: Bürgermeister Karl Ecker (l.) gratulierte Hans Sailer zur gewonnenen Wahl.

„Au ist noch nicht bereit für den Wechsel“

Die FWG macht weiter: In Au setzt sich Hans Sailer klar gegen die Konkurrenz durch

  • vonNico Bauer
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Der Auer Bürgermeister Karl Ecker bekommt seinen Wunschnachfolger: Hans Sailer löst den FWG-Chef ab. Seine Gegenkandidaten zeigen sich enttäuscht.

Au/Hallertau – Nach 24 Jahren endet in rund sechs Wochen die Ära von Bürgermeister Karl Ecker. Auch wenn ihm der Abschied schwerfällt: Mit Hans Sailer bekommt er seinen Wunschnachfolger. Der bisherige 2. Rathauschef setzte sich gegen drei Kandidaten durch und schaffte mit 54,6 Prozent den direkten Einzug ins Rathaus. Von 4953 Wahlberechtigten stimmten 3062 bei der Bürgermeisterwahl ab. 

„Kurz vor 18 Uhr ist es kribbelig geworden“

Nach den ausgezählten Ergebnissen der Bürgermeisterwahl zeigte sich FWG-Kandidat Sailer etwas überrascht von dem Sieg im ersten Anlauf: „Die Wahl mit mehr als 50 Prozent hatte ich natürlich gehofft, aber das ist schon glücklich.“ Er freut sich nun auf die sechs Wochen Vorbereitung bis zum Start im Rathaus. „Die Tipps von Bürgermeister Ecker hole ich mir schon seit 18 Jahren“, sagte Sailer. Der neue Bürgermeister ging morgens erst Laufen und in die Kirche: „Es war ein recht gechillter Tag, aber so kurz vor 18 Uhr ist es dann schon sehr kribbelig geworden.“

Prügl hätte sich mehr erhofft

Recht geknickt war Grünen-Kandidatin Barbara Prügl, die mit 23,6 Prozent der Stimmen knapp vor dem CSU-Bewerber Michael Hillebrand (21,6 Prozent) lag. Sie hatte sich bei der Bürgermeisterwahl mindestens 30 Prozent und damit das Erreichen der Stichwahl erhofft. „Au ist noch nicht bereit für den Wechsel“, sagte Barbara Prügl. Den Hype um ihre Partei gebe es eher in den Großgemeinden, nicht aber in der Holledau. Sie habe ein Angebot unterbreitet, „aber die Auer wollten das nicht“.

Hillebrand: „Ich hatte nicht viel zu verlieren“

Ähnlich enttäuscht zeigte sich Michael Hillebrand, der für die CSU angetreten war und wie Prügl die Stichwahl gegen Sailer angestrebt hatte. „Die Freie Wählergemeinschaft hier ist einfach stark“, musste Hillebrand anerkennen. „Gegen die ist es nur ganz schwer anzukommen.“ 30 plus x war sein eigentliches und am Ende deutlich verfehltes Wahlziel, „aber ich hatte nicht viel zu verlieren.“ Die unterlegenen Kandidaten müssen nun abwarten, ob die FWG ihre Mehrheit im Marktrat verteidigt. Sollte diese gebrochen werden, würde man zumindest über einen 2. Bürgermeister reden.

Alle Ereignisse und Ergebnisse der Kommunalwahl 2020 im Landkreis Freising gibt es in unserem Live-Ticker zum Nachlesen.

Die Landratswahl in Freising war ein regelrechter Krimi – und zwar nicht nur, weil sich drei der sieben Kandidaten ein Kopf-an-Kopf-Rennen lieferten. 

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