Marktkapelle Au: Dirigent Thomas Linseisen hat gekündigt

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Au/Hallertau - Knapp zehn Jahre war Thomas Linseisen Dirigent der Marktkapelle Au. Nun hat er gekündigt. Laut Vorsitzendem Martin Krumbucher habe es persönliche Differenzen gegeben.

Schon seit längerem habe es zwischen den Orchester-Mitgliedern der Marktkapelle Au und dem Dirigenten nicht mehr gepasst, erklärt Martin Krumbucher, Vorsitzender der Marktkapelle Au, im FT-Gespräch. Er spricht von persönlichen Differenzen, ohne auf Details eingehen zu wollen. Deshalb war es für ihn auch nicht überraschend, als Thomas Linseisen vor gut einer Woche seine Kündigung eingereicht hat. „Das ist sehr schade für den Verein“, sagt Krumbucher. „Aber das Wohl der Musiker und des Vereins geht vor.“

Im Jahr 2006 hat Linseisen die Jugendblaskapelle übernommen, seit 2007 dirigiert er die Marktkapelle. Im Januar hätte er sein zehntes Neujahrskonzert in Au geben können. Doch daraus wird nun nichts. „Musikalisch kann man ihm nichts vorwerfen“, sagt Krumbucher. „Menschlich hat es halt nicht gepasst“.“

Thomas Linseisen selbst sagt, es seien „persönliche Gründe“ gewesen, die ihn zu der Kündigung bewogen hätten. Näher wollte er sich nicht dazu äußern: „Ich möchte weder dem Verein, noch mir schaden.“ Nun ist der leidenschaftliche Dirigent, der auch die Schweitenkirchener Musikanten leitet, auf der Suche nach einer neuen Herausforderung. Doch es schmerzt ihn schon, dass es nach über 20 Jahren, in denen er den Auer Musikern angehört hat, so ein Ende genommen hat.

Auch für die Marktkapelle Au ist der Verlust groß. „Thomas Linseisen hinterlässt Fußstapfen, in die man nicht so leicht treten kann“, weiß Martin Krumbucher. Vorübergehend wird nun die stellvertretende Dirigentin Verena Bauer die Marktkapelle dirigieren, und wenn Not am Mann ist, springt Hermann Linseisen (nicht verwandt oder verschwägert mit Thomas Linseisen) ein. „Aber langfristig suchen wir nach einem neuen Dirigenten“, erklärt Vorsitzender Martin Krumbucher.

Der Vorsitzende hofft, dass sich „von außen“ jemand findet, der die Marktkapelle übernimmt – „jemand, der neue Impulse gibt, das Ganze auflockert und unvoreingenommen ist“. Der zeitliche Aufwand wäre für den neuen Dirigenten überschaubar: Einmal pro Woche findet eine zweistündige Probe statt. Hinzu kommen bis zu 20 Auftritte im Jahr, ein Proben-Wochenende vor dem Neujahrskonzert und ein Proben-Samstag. „Aber der Schwerpunkt liegt auf den wöchentlichen Proben“, so Krumbucher.

Die nächsten Auftritte haben die Mitglieder der Marktkapelle Au beim Oktoberfest in München: 30 bis 40 Musiker sind beim Einzug der Wiesnwirte am Samstag, 17. September, beim Trachten- und Schützenzug einen Tag später sowie bei der Landesschützenkönig-Ehrung am Montag, 3. Oktober, dabei. Noch steht nicht fest, wer als Dirigent mit dabei sein wird. Die Entscheidung fällt aber zwischen Verena Bauer und Hermann Linseisen, erklärte Krumbucher.

Neuer Dirigent gesucht

Wer sich für das Amt des Dirigenten bei der Marktkapelle Au bewerben möchte, kann sich bei Vorsitzendem Martin Krumbucher, Stellvertreterin Verena Bauer oder Kassier Jürgen Hofer melden. Weitere Infos gibt’s im Internet unter www.marktkapelle-au.de.

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