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Vor mehreren hundert Gästen läutete Erich Irlstorfer seinen Wahlkampf ein.

MdB Erich Irlstorfer (CSU) spricht im Schlossbräukeller Au

Wahlkampf-Auftakt unter Kastanien

Auftakt im Auer Schlossbräukeller: Unter schattigen Kastanien, das Schloss in Sichtweite, eröffnete MdB Erich Irlstorfer am Freitag den Bundeswahlkampf. Dabei ging es um Innere Sicherheit – wo man von Bayern viel lernen könne.

Landkreis – Über 500 Gäste aus Irlstorfers Bundeswahlkreis Freising und Pfaffenhofen sowie aus Gemeinden des Landkreises Neuburg-Schrobenhausen waren gekommen. Die Begrüßung übernahmen die Hallertauer Bierkönigin Christine Burgstaller und MdL Florian Herrmann Seite an Seite. Dann trat Irlstorfer an das Rednerpult und kam über einen Exkurs gleich auf das Thema Innere Sicherheit zu sprechen. So berichtete der Abgeordnete von einem Besuch eines Lokals in Spandau, wo sieben Randalierer mit Stangen die Terrasse zerlegt und auch einige Gäste verletzt hätten. „Ich bin nicht zum Helden geboren“, so Irlstorfer, weshalb er die Polizei verständigt habe. Doch die kam ebenso wenig wie Krankenwagen, so dass man Taxis rufen musste, um die Verletzte abzutransportieren. „Das sind Verhältnisse, die man politisch ändern kann“, kommentierte der CSU-Mann, weshalb man beim Thema Sicherheit von Bayern sehr viel lernen könne.

Die Abstimmung zum Thema „Ehe für alle“, bei der er mit „Nein“ votierte, habe der Koalitionspartner SPD auf dem „Altar des Wahlkampfs“ geopfert, kritisierte Irlstorfer. Nur 38 Minuten sei zu dem Thema im Plenum gesprochen worden, berichtete Irlstorfer: „Sogar über Walfang in Japan hat man über eine Stunde diskutiert“. Gleichgeschlechtliche Paare sollten heiraten dürfen – keine Frage, so Irlstorfer. Doch der christliche Begriff der Ehe stehe seiner Ansicht nach für die Verbindung zwischen Mann und Frau. Mit dieser Ansicht war er nicht allein, wie dem deutlichen Applaus der Zuhörer zu entnehmen war.

„Pflege heißt nicht nur schön lächeln und alles ist wunderbar“, leitete Irlstorfer zum nächsten Thema über. Auch in diesem Bereich gebe es noch Handlungsbedarf.

Seinen Wahlkampf selbst will der Abgeordnete heuer ganz anders angehen. So soll auf Werbeartikel (Irlstorfer: „Ein rechts Glump, das dann keiner brauchen kann“) verzichtet werden. Vielmehr nutzte der Bundestagsabgeordnete die Gelegenheit des Direkt-Sponsoring und überreichte Geldzuwendungen an Vereine wie den SC Freising, den TSV Jetzendorf, den Trachtenverein Ilmtaler Freunde und einen Mukoviszidose-Hilfsverein.                                                                               Martin Hellerbrand

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