Zum Gruppenfoto vor der Grundschule stellten sich die Ehrengäste im Abstand auf.
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Zum Gruppenfoto vor der Grundschule stellten sich die Ehrengäste im Abstand auf.

Modernste Einrichtung

Eine Generalsanierung, die alle begeistert: Au/Hallertau nimmt Grundschule wieder in Betrieb

In Au/Hallertau wurde jetzt die generalsanierte Grundschule wieder in Betrieb genommen. Es ist die derzeit wohl modernste im ganzen Landkreis Freising.

Au/Hallertau – Als „etwas Einmaliges, wenn die wichtigsten Gäste gar nicht dabei sind“, bezeichnete Bürgermeister Hans Sailer die Situation, als die Einweihungsfeier der generalsanierten Grundschule Au am Mittwoch Corona-bedingt ohne Kinder stattfinden musste. Dafür waren alle anderen gekommen, die an der mit rund neun Millionen Euro teuren und zugleich größten Baumaßnahme des Markts in den vergangenen Jahrzehnten beteiligt waren – allen voran der vormalige Rathauschef Karl Ecker, der hierzu extra einen Tag früher von seiner Buß-Wallfahrt zurück ins Hopfenland gekehrt war. Entsprechend begrüßte ihn Hans Sailer als „Bürgermeister v.W.z.“: „vom Wallfahrten zurück“.

In seinem Grußwort wies Ecker darauf hin, dass der Standort Au dem Nachwuchs nun beste Bildungsmöglichkeiten anbieten könne – von der Kinderkrippe bis hin zur Realschule. Dabei habe das größte Hochbauprojekt seiner 24-jährigen Amtszeit viel Einsatz erfordert – sowohl in finanzieller Sicht, als auch in Bezug auf die umfangreiche Bauphase sowie die Fortführung des Schulbetriebs in Containern.

Anregungen der Lehrer bei der Baumaßnahme berücksichtigt

Sailer erinnerte daran, dass Rektorin Maria Otto in den vergangenen vier Jahren drei völlig verschiedene Schulen geleitet habe: „Zuerst eine aus den 70er Jahren, dann eine Container-Schule und jetzt eine hochmoderne, lichtdurchflutete, nagelneue“. Den Entwurf sowie die praktische Umsetzung dieser Baumaßnahme fand Sailer sehr gelungen, auch die Verbindung von „Alt und Neu“.

Mit dem Segen von Pfarrer Berthold Heller wurde die Schule am Mittwoch eingeweiht.

Rektorin Maria Otto zeigte sich ebenfalls sichtlich erfreut über die wohl modernste Grundschule des Landkreises und sah den „neuen“ Bau als eine Entschädigung für die zahlreichen Entbehrungen, die auch das Lehrerkollegium seit dem Auszug an Ostern 2018 und wegen des Ortswechsels in die Container-Grundschule an der Hopfenlandhalle auf sich nehmen musste. Dass der Schulum- und Neubau gut durchdacht gewesen seien, Anregungen seitens des Lehrkörpers in den Baukörper mit einfließen durften, sah Otto als der Sache sehr dienlich. Und die Schüler würden entsprechend Gefallen an ihrer neuen Schule finden, was bereits in Bildern sowie verbal in zahlreichen Äußerungen seit dem Schulstart nach Pfingsten eingefangen worden sei, betonte die strahlende Rektorin.

Hell und modern

Pfarrer Berthold Heller sowie seiner evangelische Kollegin Sophie Schuster oblag dann die offizielle Einweihung und Segnung der Gebäude, wobei die dort künftig lernenden und grübelnden Kinder und Lehrer natürlich besonders ins Gebet mit eingeschlossen wurden.

Details zur Baumaßnahme gab es schließlich von Peter Wacker junior vom gleichnamigen Planungsbüro aus Nandlstadt. Der Altbau umfasse nun elf Klassenzimmer sowie sieben weitere Gruppenräume, von denen zwei für Werken und Handarbeit verwendet werden. Der Neubau beinhalte künftig den behindertengerechten Eingang zur Aula, ferner seien dort auch ein Speisesaal mit Küche, das Rektor-Zimmer, Räumlichkeiten für die Schulverwaltung, ein Lehrerzimmer, ein Informatikraum, ein Musiksaal sowie zwei teilbare Hausaufgabenräume geschaffen worden. Alles unter dem Gesichtspunkt „Digitales Klassenzimmer“, weshalb viel Technik verbaut wurde. Neben Tafeln, die digital, aber auch per Touch bedient werden können, wurde viel Nützliches realisiert – wie etwa ein Telefon für jeden Raum, das künftig lange Wege spart.

Beim Rundgang gefielen den Ehrengästen besonders die hellen Zimmer wegen der bis zum Boden reichenden Fensterfront mit Blick auf viel Grün, ebenso die gut durchdachte Anordnung der Räume. Auch die zweckmäßige Teeküche im Lehrerzimmer fand vor allem bei den Anwesenden aus der Rathausverwaltung durchaus Gefallen: „Das wäre auch was für uns“, meinten sie.

Martin Hellerbrand

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