+
Der Markt Au will sich solidarisch zeigen - und klagt jetzt mit Nandlstadt gegen die Windrad-Pläne in Großgründling.

Widerstand gegen Anlage angekündigt

Nach Nandlstadt: Jetzt will auch Au gegen die Windrad-Pläne klagen

  • schließen

Der Widerstand gegen das Windrad in Großgründling ist beschlossen: Nicht nur die Gemeinde Nandlstadt klagt - sondern auch der Markt Au. 

Au/Hallertau – Die Zuhörerplätze im Saal reichten gerade so, als der Marktgemeinderat Au wegen des geplanten Windrads in Großgründling zusammenkam. Wie berichtet, klagt die Gemeinde Nandlstadt gegen den Bescheid des Landratsamts, das dem Bau eines Windrads in der Nähe von Großgründling zugestimmt hat. Der Markt will sich solidarisch zeigen – und hat nun ebenfalls beschlossen, Klage einzureichen. Dies geschah am Mittwoch in einer Sondersitzung, um die gesetzliche Frist einhalten zu können.

Alle Bürger haben gleiche Rechte

Der Knackpunkt für Bürgermeister Karl Ecker ist, dass die Firma tetra r.e. GmbH die festgelegten Abstandsflächen nicht einhalten würde. „Wir möchten, dass diese Flächen gewürdigt werden – und dafür kämpfen wir.“ Von dem Vorhaben an der Gemeindegrenze sind in Au vor allem die Bürger in Haslach betroffen. „Sie haben die gleichen Rechte wie die in den anderen Ortsteilen.“

„Wenn es brennt, stehen wir für euch ein“

Zahlreiche Räte stießen ins gleiche Horn: Stellvertretender Bürgermeister Hans Sailer etwa betonte: „Wir sind es den Bürgern schuldig, dass wir weitermachen.“ Sein FWG-Kollege Gerhard Stock plädierte ebenfalls für die Klage: „Wir müssen die rechtliche Lage ausschöpfen.“ Für Martin Hellerbrand (CSU) sei es ein „klares Zeichen“ für alle Auer: „Wenn es brennt, stehen wir für euch ein.“

Dass die Räte sich nicht per se gegen erneuerbare Energien stellen wollen, wurde zugleich mehrfach bekräftigt. Franz Asbeck (FWG) sagte: „Alle wollen die Energiewende, aber niemand wird mitgenommen.“ Klaus Brendel (FWG) fand, dass kleinere Anlagen eher in Ordnung seien. „Aber solange immer die maximale Größe für den maximalen Profit im Fokus ist, wird das nichts.“ Michael Hagl (GoL) hält es mit dem Nandlstädter Grünen-Rat Erhard Schönegge, der Windkraft zwar nicht ablehne, „aber wir müssen klären, ob alles rechtens ist“.

„Wenn wir die Wende wollen, müssen wir etwas dafür tun“

Hagls Parteikollege Michael Altmann sprach sich ebenfalls für Windräder aus – aber auch gegen die Klage. „Wir müssen in Deutschland stromautark werden. Wenn wir die Wende wollen, müssen wir etwas dafür tun.“ Letztlich wurde die Klage beschlossen, nur die GoL-Vertreter Barbara Prügl, Michael Altmann und Klaus Stuhlreiter stimmten dagegen.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

„Kein perfekterer Kandidat“: Muslimischer CSU-Politiker bundesweit in aller Munde - jetzt will er in Amt und Würden
Nun ist es offiziell: Die CSU Neufahrn schickt Ozan Iyibas ins Rennen um den Chefsessel im Rathaus. Mit 32 von 32 möglichen Stimmen wurde er nominiert. 
„Kein perfekterer Kandidat“: Muslimischer CSU-Politiker bundesweit in aller Munde - jetzt will er in Amt und Würden
Ihr Ziel: FRESH in den Stadtrat - Junge Moosburger gründen Liste für Kommunalwahl
Im Moosburger Hirschwirt haben sich am Sonntag junge Leute versammelt und die neue Stadtratsliste „FRESH“ gegründet. Dabei wurden auch erste Themen besprochen.
Ihr Ziel: FRESH in den Stadtrat - Junge Moosburger gründen Liste für Kommunalwahl
„Zugpferd und Ideengeber“: Susanne Hoyer will Bürgermeisteramt in Langenbach verteidigen
Jetzt ist sie offiziell nominiert: Langenbachs Bürgermeisterin Susanne Hoyer möchte auch die nächsten sechs Jahre auf dem Chefsessel im Rathaus sitzen.
„Zugpferd und Ideengeber“: Susanne Hoyer will Bürgermeisteramt in Langenbach verteidigen
Patriotentreffen in Gammelsdorf: Mit ganzem Herzen beim Kini
Dutzende Traditionalisten haben am Samstag in Gammelsdorf an die dortige Schlacht im Jahr 1313 erinnert.
Patriotentreffen in Gammelsdorf: Mit ganzem Herzen beim Kini

Kommentare