Gesellschaft soll Kontrollen übernehmen

Neuer Plan: So will die Gemeinde Au Raser und Falschparker zur Kasse bitten

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Au/Hallertau - Rasern und Falschparkern will die Gemeinde Au jetzt den Kampf ansagen - und zwar mit einer neuen Kooperation.

Falschparker und Raser – zwei Gruppen von Autofahrern, denen der Markt Au jetzt den Kampf ansagen will: Man wird eine Zweckvereinbarung mit der Kommunalen Verkehrsüberwachung der Stadt Mainburg schließen, hat der Marktgemeinderat am Dienstag beschlossen. Die Nürnberger Wach- und Schließgesellschaft mbH wird die Kontrollen vor Ort durchführen, denn: „Das geht einfach so nicht weiter“, ärgerte sich Bürgermeister Karl Ecker über die Probleme auf den Straßen im Gemeindegebiet. Das seien ja teilweise „Rennstrecken“.

Mehr als 100 Kommunen nehmen die Dienste der Nürnberger Wach- und Schließgesellschaft in Anspruch, seit 2007 ist man Dienstleister auch für die Stadt Moosburg, die wiederum mit zahlreichen Gemeinden eine Zweckvereinbarung geschlossen hat. Jetzt also auch Au. Die Vorteile dieses Konstrukts und dieses Konzepts erläuterte am Montag im Gemeinderat der Key Account Manager der Gesellschaft, Raimund Steckermeier: „Herrin des Verfahrens“ sei die Gemeinde, die bestimme, wann und wo gemessen und kontrolliert werde. 

Die Gesellschaft will „Hightech-Equipment“ zur Verfügung stellen

Die Wach- und Schließgesellschaft stelle das gesamte Equipment zur Verfügung – und zwar ein Hightech-Equipment auf dem neuesten Stand der Dinge und extrem zuverlässig. Der Markt Au brauche keine eigenen Sachbearbeiter, müsse sich um die Auswertung der Daten und Messungen sowie um die Verfolgung der Übeltäter nicht kümmern. Die Daten würden regelmäßig ausgewertet und der Kommune überlassen, so dass flexibel reagiert werden könne, wenn irgendwo die Kontrollen zurückgefahren werden könnten. Trotzdem: Sämtliche Verwarn- und Bußgelder erhalte die Marktgemeinde Au. Und: „Das ist normalerweise kostendeckend“, versicherte Steckermeier. Allerdings: „Sie werden aber auch nicht reich dabei.“

Das wollen die Marktgemeinderäte auch gar nicht. Schließlich wolle man sich ja nicht dem Vorwurf der Abzocke aussetzen, sondern lediglich für mehr Sicherheit auf den Straßen im Gemeindegebiet sorgen, wurde von verschiedener Seite betont.

Stuhlreiter: „Das geht einfach so nicht weiter“

Weil lediglich Florian Schwaiger (CSU) gegen den Abschluss der Zweckvereinbarung votierte – und zwar ohne Angabe von Gründen –, wird nun der Markt Au Mitglied in der Kommunalen Verkehrsüberwachung der Stadt Mainburg. Der dortige Stadtrat muss der Aufnahme von Au noch zustimmen, zudem müssen noch einige andere bürokratische Mühlen mahlen, so dass wohl im Herbst mit den Kontrollen begonnen werden kann – sowohl des ruhenden als auch des fließenden, besser: des rasenden Verkehrs. An einem Sonntagnachmittag beispielsweise sei in Dellnhausen von der dortigen Geschwindigkeitsmessanlage ein Pkw-Lenker mit 164 km/h registriert worden, berichtete Klaus Stuhlreiter (GoL). Wie Ecker gesagt hatte: „Das geht einfach so nicht weiter.“

Rubriklistenbild: © dpa

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