Blick auf die beiden Auer Supermärkte an der Mainburger Straße
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Wer künftig in beiden Supermärkten einkaufen möchte, muss schon bald die stark befahrene Mainburger Straße überqueren: Netto zieht auf die andere Seite.

Jetzt könnte auch eine Querungshilfe ein Thema werden

Damit der Laden wachsen kann: Auer Netto-Markt zieht auf die andere Straßenseite

  • vonNico Bauer
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Die Discounterkette Netto hat große Pläne in Au: Der bisherige Markt an der Mainburger Straße soll durch einen größeren Laden ersetzt werden - auf der anderen Straßenseite.

Au/Hallertau - Im September gab der Marktgemeinderat bereits seine Zustimmung, und nun hat der Bauherr den Antrag auf Aufstellung eines Bebauungsplans gestellt. Das Entscheidungsgremium geht den Weg mit und hat auch Fragestellungen für das Verfahren definiert. Der neue Supermarkt soll gegenüber vom aktuellen Standort errichtet werden – auf einer Freifläche, auf der aktuell Landmaschinen stehen. Diese werden künftig in den bereits bestehenden Hallen auf dem 4000 Quadratmeter großen Grundstück untergebracht. Das rechtliche Problem mit dem neuen Netto-Markt ist die Vergrößerung der Verkaufsfläche von 800 auf 1150 Quadratmeter. In dem Gewerbegebiet sind nur Märkte mit der Obergrenze von 800 Quadratmetern vorgesehen. Deshalb muss die Marktgemeinde nun in einem neuen Bebauungsplan den größeren Laden als Sondergebiet ausweisen.

Jetzt kommt erst einmal ein Bebauungsplan

Einstimmig fasste der Gemeinderat am Dienstag den Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan, wobei im Vorfeld mit den Bauherren ein städtebaulicher Vertrag über die Kostenübernahme abgeschlossen werden muss. Mit den Beschlüssen des Marktgemeinderats bekam das mit dem Netto-Markt betraute Planungsbüro OPLA auch den Auftrag für die Erstellung des Bebauungsplans.

In der jüngsten Gemeinderatssitzung stellte das Augsburger Planungsbüro OPLA den aktuellen Stand des neuen Netto-Geschäfts vor. Man geht davon aus, die erlaubte Wandhöhe von 7,50 Metern einhalten zu können. Der Bau wird ein klassischer Supermarkt, bei dem das Flachdach vier Prozent Neigung hat. Vom Laden zur Straße hin sind 65 Parkplätze vorgesehen. Der Zuwachs bei der Verkaufsfläche soll den Kunden vor allem mit mehr Komfort zu Gute kommen. Geplant sind breitere Gänge und weniger Änderungen beim Sortiment.

Bald werden mehr Kunden die Hauptstraße überqueren

Bürgermeister Hans Sailer machte deutlich, dass der Marktgemeinderat eine Lösung für die Mainburger Straße benötigt. In der Praxis werde es oft vorkommen, dass Leute vor dem netto- oder Edeka-Markt parken, um dann zu Fuß die stark befahrene Hauptstraße zu überqueren, wenn man in beiden Märkten etwas einkaufen möchte. Derzeit gibt es an der Mainburger Straße keine Sicherheitsmaßnahmen wie etwa Querungshilfen für Fußgänger und Fahrradfahrer. Da die Parkplätze der beiden Supermärkte derzeit ineinander übergehen, war das auch nicht notwendig.

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