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In der Gemeinde Au in der Hallertau sollen wegen Corona täglich um 19.30 Uhr die Kirchglocken läuten.

Geistliche veröffentlichen Botschaft

Offener Brief der Auer Pfarrer in Zeiten von Corona: Glocken und Kerzen als Hoffnungszeichen

In Zeiten von Corona: Die Auer Geistlichen sprechen in einem Offenen Brief den Bürgern Mut zu und kündigen eine gemeinsame Aktion an.

Au/HallertauUm in Zeiten von Corona die Ansteckung einzudämmen, haben die Kirchen allerorts ihre Angebote massiv zurückgefahren. Aus Au wenden sich nun die evangelische Pfarrerin Sophie Schuster und ihr katholischer Kollege, Pfarrer Berthold Heller, mit einem Offenen Brief an die Region:

„Die Kirchengemeinden feiern keine Gottesdienste, aber die Kirche ist trotzdem da. Und die Glocken läuten. Bei jedem Glockenläuten werden wir daran erinnert, dass wir Menschen nicht allein sind. Egal, wo wir uns gerade aufhalten, auch zuhause, wo wir im Moment aus gutem Grund die meiste Zeit verbringen, sind wir doch miteinander verbunden.

Sophie Schuster, evangelische Pfarrerin in Au.

Diese Zeit ist nicht leicht. Angst, Verzweiflung und Einsamkeit machen sich immer breiter. Da ist es sehr tröstlich, trotz Abstand eine Verbundenheit zu spüren.

„Gemeinschaft, die hörbar ist“

Berthold Heller, katholischer Pfarrer in Au.

Immer wenn die Kirchenglocken läuten, weiß man, sie fordern Menschen überall in ihren Häusern zum Innehalten auf. Beim Homeoffice, bei der Kinderbetreuung, in der Küche, kann man sich bewusst machen: Ich bin nicht allein, es geht vielen Menschen im Moment so. Das schafft Gemeinschaft, die nicht sichtbar, aber hörbar ist.

An vielen Orten läuten die Kirchenglocken in ökumenischer Verbundenheit der Kirchen in Stadt und Land.

Wegen Corona: In Au/Hallertau läuten ab Montag täglich um 19.30 Uhr die Glocken

Um 19.30 Uhr wollen wir in Au ab Montag, 23. März, jeden Tag die Glocken läuten, die Glocke der evangelischen Christuskirche und die Glocken von St. Vitus. Vielleicht stimmen noch andere mit ein. Vielleicht beten manche ein Vaterunser und denken an all die Menschen, die jetzt genauso in ihrer Wohnung oder im Krankenhaus am Fenster stehen.

Und vielleicht stellen auch manche eine Kerze dazu ins Fenster ihrer Wohnung, ihres Hauses. Eine Kerze für alle, die sich fürchten, die verunsichert sind, für die Einsamen und die Kranken, für alle Berufsgruppen, die vollen Einsatz zeigen. Ein leuchtendes Zeichen: Wir sind nicht allein! Gott ist da. Gott dürfen wir vertrauen. Gott hält uns und die ganze Welt in den Händen. Wir machen mit! Setzen wir gemeinsam ein Hoffnungszeichen!“

Sophie Schuster und Berthold Heller

Über aktuelle Entwicklungen in der Corona-Krise informieren wir hier aktuell im Ticker.

Von Einkaufshilfe bis Lieferservice: Das sind in Zeiten von Corona die Angebote im Landkreis Freising.

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