Temporäre Halteverbotsschilder sollen gewährleisten, dass die Feuerwehr auch während der Bauarbeiten in Au ungehindert an ihr Ziel im Ort kommt.
+
Temporäre Halteverbotsschilder sollen gewährleisten, dass die Feuerwehr auch während der Bauarbeiten in Au ungehindert an ihr Ziel im Ort kommt.

Raser-Problem auf Auer Schleichwegen: Umleitung sorgt für Ärger bei Anliegern

  • Andreas Beschorner
    vonAndreas Beschorner
    schließen

Weil Baustellen die Auer Hauptstraße blockieren, nutzen Autofahrer Schleichwege. Dort mehren sich Beschwerden über Tempoverstöße. Der Ortschef will nun reagieren.

Au/Hallertau – Seitdem die Hauptstraße in Au saniert wird, müssen sich Autofahrer andere Wege suchen, um von einem Ortsende an das andere und in die Ortsmitte zu gelangen. Eigentlich ist zur Umleitung die B 301-Umfahrung gedacht. Eigentlich. Doch die Pkw-Lenker suchen sich andere Routen – vor allem über die Richard-Strauß- und die Hochfeldstraße. Dort wächst bei den Anliegern der Unmut.

Dass sich viele Autofahrer in diesen Straßen, die von Ortskundigen derzeit gerne zur Abkürzung benutzt werden, nicht an die vorgeschriebenen 50 Stundenkilometer halten, das ist das besondere Ärgernis. Erst am Dienstag ist der Raserei eine Katze zum Opfer gefallen, der traurige Besitzer appellierte auf Facebook, die Geschwindigkeit zu drosseln. Warum die Straßen denn nicht während der Bauphase in der Hauptstraße auf Tempo 30 beschränkt werden, fragen sich viele Anwohner, zumal es sich auch um Schulwege handelt.

Tempobeschränkungen nicht so einfach einzurichten

Bürgermeister Hans Sailer, der von den Klagen und Beschwerden weiß, betont, man könne nicht so einfach ein 30er-Schild aufstellen, dazu brauche es eine Begründung und eine verkehrsrechtliche Anordnung. Zwar würde man eine solche Anordnung im Bereich der Schulen und des Kindergartens – also an der Hochfeldstraße – wohl durchsetzen können, in anderen Bereichen sei das aber schwierig.

Dass auf Höhe der Hopfenlandhalle an der Hochfeldstraße Schilder mit der Geschwindigkeitsbeschränkung auf sogar 20 km/h aufgestellt seien, habe eher auffordernden Charakter. Rechtlich durchsetzbar und nach Kontrollen auch mit einer Strafe belegbar sei ein Verstoß gegen die Appelle dieser Schilder nicht, sagt Sailer. Und ähnlich wäre es, würde man Tempo-30-Schilder in der Richard-Strauß-Straße und in anderen derzeit als Umgehung und Abkürzung genutzten Straßen aufstellen. Die kommunale Verkehrsüberwachung habe dann keine Handhabe.

Messgeräte sollen Situation analysieren

Doch einfach hinnehmen will auch Sailer die Situation nicht: Man werde jetzt, um die Situation komplett einschätzen zu können, zwei Messgeräte anschaffen, mit denen man dann sehe, wie viele Autos wirklich dort verkehren und wie schnell sie tatsächlich fahren. Dann werde man weitersehen. Dass Halteverbotsschilder aufgestellt wurden, begründet Sailer damit, dass die Feuerwehr etwa über die Richard-Strauß-Straße eine ungehinderte Zufahrt für einen möglichen Rettungseinsatz mitten im Ort haben müsse. Diese Anordnung könne man also nicht aufheben, um in der Folge durch parkende Autos den Verkehr zu verlangsamen.

Astrazeneca: Arzt nennt drei Szenarien für Erstgeimpfte unter 60 Jahren - „Müssen jetzt wieder umplanen“

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare