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Buntes Programm lockt hunderte Besucher an

Traumhaftes Jubiläums-Wochenende: Feuerwehr Au feiert 150. Geburtstag

Ein traumhaftes Jubiläums-Wochenende liegt hinter der Feuerwehr Au: Die 150-Jahr-Feier und der Kreisfeuerwehrtag lockten hunderte Besucher an.

Au/Hallertau – Das konnte sich sehen lassen. Mitten im Markt, direkt am Schloss, stand der Altar, war der Auftakt zur 150-Jahr-Feier inklusive Kreisfeuerwehrtag am gestrigen Sonntag. Der Auer Pfarrer Berthold Heller hatte den Festgottesdienst in Abstimmung mit seiner evangelischen Kollegin, Pfarrerin Sophie Schuster, zelebrierte. Kirche, Schloss und Feuerwehr sind ohnehin seit jeher verbunden, wie auch die Geschichte zeigt: Denn der erste Kommandant vor 150 Jahren war der damalige Schlossbenefiziat Mathias Neff. Trotz der klaren Aufgabenverteilung weiß man sich auch heute noch zu schätzen, was die Anwesenheit von Baron Michael Beck von Peccoz mit Gattin Irene bewies.

Im Mittelpunkt stand jedoch die Wehr, die die „Nächstenliebe“ täglich unter Beweis stelle, wo immer es auch brenne, betonte Heller. Pfarrerin Sophie Schuster oblag die Predigt. Sie zitierte das Gleichnis des „Barmherzigen Samariters“ aus dem Lukas-Evangelium. Man hätte die Feuerwehr gerufen, wenn es diese und das Handy einst bereits gegeben hätte, so die Pfarrerin, da von dieser Stelle stets umgehend Barmherzigkeit unter Beweis gestellt werde. Nach der Kommunion segnete Pfarrer Heller noch den Modularen Gerätewagen für Katastropheneinsätze und die Fahnenbänder, wobei die reichlich verteilten Weihwasserspritzer bei prallem Sonnenschein wie warmer Regen über die Gläubigen hernieder gingen.

Geldsegen

Über einen „warmen Geldregen“ darf sich der Kommandant der Feuerwehr Surberg freuen, wo die FFW Au bei der Schneekatastrophe in Traunstein aushalf. Durch einen Schicksalsschlag in der Familie arg gebeutelt, wurde die Kollekte an diesem Tag für ihn gesammelt.

Die Schneekatastrophe in Traunstein sowie das Pfingsthochwasser vor Jahren im Landkreis nahm Landrat Josef Hauner zum Anlass, die Feuerwehr als wertvolle Stützen der Hilfsbereitschaft und Bindeglieder der Gemeinschaft zu bezeichnen, „die schnell, zuverlässig und ausreichend zur Verfügung steht“. Davor hatte bereits der Auer Bürgermeister Karl Ecker keinen Hehl daraus gemacht, dass die Auer Feuerwehr 150 Jahre als „Eckpfeiler“ ihren Mann stehe: „Eine bedeutende und unverzichtbare Organisation, die zupackt und Bürgersinn beweist“.

Den Sinneswandel in den Gemeinden zur zweckmäßigen Ausstattung ihrer Wehren verband Kreisbrandrat Manfred Danner mit der Frage: „Was ist ein Handwerker ohne das richtige Werkzeug?“ Auch die Daten hatte Danner parat: Die FFW Au sei die viertälteste Feuerwehr im Landkreis und die zweitälteste im Altlandkreis Mainburg.

Seit jeher würden sich Auer Kommandanten kurz fassen, sagte Christian Holzmann: „Auch heute“. Dennoch wollte er seine Mitglieder nicht ohne Lob für ihren Einsatz rund um das Fest auskommen lassen. Auch die klare Aufgabenverteilung hätte bestens funktioniert, so Holzmann humorvoll: „Wie bauen den Altar auf, und die Geistlichkeit kümmert sich um schönes Wetter“.

Unter den Klängen der Marktkapelle, die auch die Messe musikalisch umrahmte, und des Feuerwehr-Spielmannszugs Moosburgs zogen dann die Abordnungen und Fahnen von 35 befreundeten Feuerwehren aus Freising und dem Altlandkreis Mainburg sowie 30 Vereine durch die Hauptstraße zum Festzelt. Durch viele freiwillige Hände beim Austeilen war der Hunger der Festbesucher rasch erloschen und auch der erste Durst gelöscht. Auch an Süßem fehlte es nicht, denn reich war die Kuchentheke von Torten, Schmalzgebackenem bis hin zu Brandteig-Gebäck.

Bunter Nachmittag

Der Nachmittag stand ganz im Zeichen des Kreisfeuerwehrtags, zu dem viele Hilfsorganisationen – Feuerwehren, Rettungsverbänden, THW, Polizei und Bundeswehr – ihr umfangreiches Sortiment für den Einsatzfall vorstellten. Von der Suchhundestaffel bis zum Schaukel-Boot des THW reichte das Equipment, und auch die Blicke im Drehleiter-Korb 40 Meter über Au waren heiß begehrt. Große Augen ernteten auch die Flüge des Hubschraubers, der Löscheinsätze bei Waldbrand mittels Transport und Auskippen von 5000 Liter Wasser exemplarisch zeigte. Auch an die Kleinen wurde mit Mega-Sandkasten im Muldencontainer, Bausätzen, Kinder-Schminken sowie roten Kinder-Fahrzeugen zum Festzelt-Kurven gedacht.

Denn die Kleinen von heute sind – hoffentlich – die Helfer von morgen.

Martin Hellerbrand

Lesen Sie auch: Riesenfest und Fahrzeug-Spektakel am Wochenende: Feuerwehr Au feiert 150.

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