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Bekannte Adresse in Au: Der Schlossbräukeller, den Claus Soller seit April 2007 geführt hatte, benötigt einen neuen Pächter.

Insolvenz via Facebook angekündigt

Traurige Botschaft für Gäste: Auer Schlossbräukeller-Wirt gibt auf

Au/Hallertau - Claus Soller als Pächter des Auer Schlossbräukellers ist Geschichte: Wegen einer Insolvenz musste der Wirt jetzt sein „Aus“ bekanntgeben.

Über den Schlusspunkt informierte Claus Soller sein Umfeld via Facebook: „Liebe Gäste, Freunde und Liebhaber unseres so geschätzten Schlossbräukellers, wir müssen leider mitteilen, dass wir aufgrund unserer wirtschaftlichen Situation unsere Schließung hiermit öffentlich bekannt geben“. „Hoffentlich nur ein Faschingsscherz“, lautete eine von zahlreichen Reaktionen voller Entsetzen und Bedauern. Doch die Mitteilung des Wirts war keineswegs ein Scherz, sondern bitterer Ernst.

Auf Nachfrage unserer Zeitung zeigte sich Claus Soller äußerst bedrückt über das abrupte Ende. Die Insolvenz seines Betriebs lasse jedoch keinen anderen Schritt zu. Dabei waren die Wege, die der 48-Jährige gemeinsam mit Gattin Claudia als Schlossbräukeller-Betreiber seit der Übernahme im April 2007 gegangen war, vielfältig.

Claus Soller hatte zuletzt neuen Schwung in Hallertauer Feste gebracht. Nun musste er jedoch seine Insolvenz bekanntgeben.

Vor allem in den zurückliegenden Jahren, als der Gastronom neben der Leitung des Stammbetriebs auch noch sein Talent als Festwirt entdeckte. Ab 2011 überließ ihm die Schlossbrauerei Au die Durchführung des Pfingstfests, das in der Ära Soller durchaus eine Belebung erfuhr. Auch bei den Hopfenfesten in Au und Nandlstadt oblag ihm und seiner Mannschaft in den vergangenen beiden Jahren die Organisation, parallel stand der Schlossbräukeller-Wirt auch als Caterer seinen Mann. So wie jüngst bei der Liedertafel-Veranstaltung „Ohrenschmaus und Gaumenfreude“ in der Hopfenlandhalle, als der Schlossbräukeller die musikalischen Hörgenüsse mit kulinarischen Köstlichkeiten bereicherte.

Weitere Punkte wie etwa der musikalische Wirtshausabend im Bräukeller oder Weihnachtsfeiern standen auch in diesem Jahr noch auf dem Programm des Wirts, der im Gespräch die Gelegenheit nutzte, um den Betroffenen sein Bedauern auszudrücken: „Es tut mir leid“. Noch dazu, „da wir angekommen sind“, sagte Soller. 

Für den Wirt geht ein „Lebenstraum“ zu Ende

Dem Wirt fiel es sichtlich schwer, die passenden Worte zu seinem Ende im Schlossbräukeller zu finden, der für ihn „ein Lebenstraum“ gewesen sei. Einen neuen Gastronomen muss sich nun auch die Narrhalla Nandlstadt suchen, denn laut Vertrag hätte der Schlossbräukeller im kommenden Fasching die Bewirtung der Bälle in der Hopfenhalle übernehmen sollen (siehe unten).

Bleibt die Frage: Wie geht es nun weiter? Fakt ist laut Soller, dass die Wirtschaft ab sofort geschlossen bleibt. Konkrete Details zum weiteren Prozedere gibt es noch nicht, jedoch dürfte die Brauerei als Eigentümer der Wirtschaft mit Biergarten bereits am Plan für die Neubesetzung arbeiten.

Wer bewirtet die Narrhalla Nandlstadt?

Ungewissheit herrscht nach Claus Sollers Insolvenz nun auch bei der Narrhalla Nandlstadt: „Uns ist der Caterer für die Bälle in der Nandlstädter Hopfenhalle abgesprungen“, schreibt der Verein. Gesucht werde nun dringend ein Wirt, der mit Essen, Getränken und Bedienungen aushelfen könne. Der Kontakt zum Präsidium ist unter Tel. (0170) 4165477 möglich.

Martin Hellerbrand

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