Am Abend der Ernstfall: Auf einem Anwesen in Hemhausen steht ein Traktor-Anhänger in Brand.

Turbulenter Karsamstag hält die Feuerwehr Au auf Trab

Erst böswilliger Fehlalarm in Au – und dann brennen Reifen in Hemhausen

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Zu zwei Einsätzen wurde die Feuerwehr Au am Karsamstag gerufen. Ein Alarm war „böswillig“, wie die Floriansjünger melden

Au/Hallertau

Samstagnachmittag, 15.10 Uhr: Bei der Rettungsleitstelle Erding wird eine Rauchentwicklung in einem Garten an der Hopfenstraße in Au gemeldet. Sofort eilen 20 FFW-Aktive in drei Fahrzeugen zum Einsatzort.

Als die Feuerwehrler eintreffen, dann die Überraschung: „Es war nichts, gar nichts“, berichtet Kommandant Christian Holzmann auf FT-Nachfrage. Kein Brand, kein Lagerfeuer, nicht mal ein Grill – einfach nichts.

Die Besitzer des Gartens seien „sehr kooperativ“ gewesen, hätten die Feuerwehrmänner bei der Arbeit unterstützt. Doch diese stellen nichts Auffälliges fest. Als die Leitstelle versucht, den „Nachbarn“ zurückzurufen, „war der nicht mehr erreichbar“, sagte Holzmann.

20 FFW-Aktive in drei Fahrzeugen waren in die Hopfenstraße gefahren – umsonst, wie sich herausstellte. Fotos: FFW AU

Entsprechend verärgert waren die Kameraden, die von Freizeitaktivitäten oder auch der Arbeit weggeholt worden waren: „Wäre ein Mensch zu dieser Zeit tatsächlich in Gefahr gewesen, hätte die Feuerwehr verspätet zu Hilfe eilen können, da die Kameraden mit ihren Fahrzeugen bei diesem böswilligen Fehlalarm gebunden gewesen wären“, heißt es auf der Facebook-Seite der Feuerwehr. Und weiter: „Sachen gibt’s, da können wir nur mit den Köpfen schütteln.“

Stunden später, um 21.09 Uhr, dann tatsächlich ein Ernstfall: Auf einem Anwesen in Hemhausen steht ein Traktor-Anhänger in Brand. Gemeinsam mit den Feuerwehr-Kollegen aus Abens, Oberhaindlfing und Wolfersdorf löschen die Auer Floriansjünger das Feuer und kontrollierten anschließend mit einer Wärmebildkamera die betroffenen Fahrzeuge, bis keine Glutnester mehr zu sehen waren.

Insgesamt waren neben der Polizei Moosburg 58 Feuerwehrleute und ein Rettungswagen im Einsatz. Glücklicherweise kam es weder zu Personen- noch zu Gebäudeschäden.

Doch auch in diesem Fall war Leichtsinn im Spiel, wie sich bei den Ermittlungen herausstellte: Denn wie die Polizei Moosburg am Montag meldete, handelte es sich bei dem Brand wohl um ein als „Osterfeuer getarntes“ Verbrennen von Reifen. Denn einige Tage vorher hatte ein Hallertauer ein Osterfeuer bei der Gemeinde angemeldet, später einen Anhänger mit acht alten Gummireifen samt Felgen beladen und angezündet. Deswegen wird gegen den Betroffenen nun ein Ordnungswidrigkeiten-Verfahren eingeleitet.

Der Auer Kommandant Christian Holzmann hoffte, dass so ein Fehlalarm wie am Samstag nicht noch einmal vorkommt – damit man für den Ernstfall motivierte Kräfte hat.

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