Reger Zuspruch: Zur Teilbürgerversammlung für Reichertshausen kamen etwa 50 Interessierte in die Auer Hopfenlandhalle.
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Reger Zuspruch: Zur Teilbürgerversammlung für Reichertshausen kamen etwa 50 Interessierte in die Auer Hopfenlandhalle.

Viele Themen in der Debatte

„Von allen Seiten Druck aufbauen“: Auer Ortschef appelliert bei Bürgerversammlung an Reichertshausener

  • Magdalena Höcherl
    vonMagdalena Höcherl
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Spielplatz, Ampelanlage, Radwege, Kanaldeckel und der Löschweiher: In der Bürgerversammlung für ihren Ortsteil hatten die Reichertshausener viele Themen zu bereden.

Reichertshausen – Rund 50 Besucher, darunter einige Markträte, kamen am Donnerstag in der Auer Hopfenlandhalle zur Bürgerversammlung für den 302-Einwohner-Ortsteil Reichertshausen zusammen. Bürgermeister Hans Sailer freute sich über dieses Interesse, waren zur Ortssprecherwahl eine Woche zuvor doch nur gut halb so viele gekommen. Die Anliegen aus den Reihen der Bürger waren vielfältig.

Die Instandsetzung des Spielplatzes bei der Feuerwehr werde schon lange erwartet, sagte Sailer. Die Umzäunung des Areals sei geplant, kleinere Spielgeräte sollen hinzukommen. So wolle man den ganzen Platz auf Vordermann bringen. Adam Wittmann begrüßte diese Pläne: „Der Spielplatz soll ein Treffpunkt werden. Für Neubürger bietet er eine gute Gelegenheit zur Integration.“

Bürgermeister Sailer: „Müssen zwangsläufig Kompromisse finden“

Ein „großes Thema“ sind laut Sailer die Radwege im gesamten Gemeindegebiet. Er wies eindrücklich darauf hin, dass die grün-weißen, gemeinhin als „Radweg-Schilder“ verstandenen Tafeln lediglich zeigen würden, dass Radfahrer auf diesen Strecken fahren könnten. Sie seien jedoch oft auch landwirtschaftliche Wege. Da ein solcher Weg zwischen Reichertshausen und Au existiert, habe die Untere Naturschutzbehörde die Pläne für einen „richtigen“ Radweg entlang der Kreisstraße bereits verworfen. Der Markt wolle sich nun um Fördergelder bemühen, um den Wirtschaftsweg zu ertüchtigen. Da sowohl Landwirte als auch Freizeitsportler die Strecke nutzen wollen, müsse man zwangsläufig Kompromisse finden, betonte Sailer.

Ein Dauerbrenner ist auch die seit Langem gewünschte Fußgängerampel an der B 301. Die Zahl an Passanten reiche jedoch nicht für eine herkömmliche Anlage. „Das ist maximal unbefriedigend“, sagte Sailer, da es nicht um die Anzahl an Fußgängern gehe, sondern um die der Autos und Lkw. Mit einem erneuten Antrag ans Bauamt samt Verweis auf eine aktuelle Verkehrszählung mit deutlich höheren Werten erhoffe man sich, dass der Bund vielleicht doch für eine fest installierte Anlage zahlt. Andere Gemeinden an der Bundesstraße, etwa Attenkirchen oder Rudelzhausen, hätten schließlich auch eine Ampel. Das mobile Gerät, das sein Vorgänger aufstellen habe lassen, sei keine Dauerlösung. „Wenn wieder jemand gegen die Überleitung fährt, liegt die Ampel wieder.“

Betroffene Firmen sollen sich ans Bauamt wenden

Hartnäckigkeit sei auch die Devise in Sachen Abbiegespur nach Sindorf, die eigentlich heuer noch kommen sollte. Der Rathauschef will hier ebenfalls den Verkehr erfassen. Zudem sollten sich betroffene Firmen ans Bauamt wenden. „Wir müssen von allen Seiten Druck aufbauen.“

Der neue Ortssprecher Stefan Danner erinnerte an einige kaputte Kanaldeckel, die dringend repariert gehörten. „Diese Meldungen sind schon öfter verhallt.“ Die 25.000 Euro, die für derlei Arbeiten im Haushalt eingestellt seien, reichten jedoch nur für etwa zwölf Deckel im gesamten Gemeindegebiet, erklärte Sailer. Daher müsse man zwangsläufig priorisieren.

Wie wichtig Löschweiher sind, zeigte sich bei einer Katastrophe

Widerspruch kam aus den Reihen der Bürger, als Sailer über den Löschweiher sprach. Der sei „eigentlich unnötig“, da Reichertshausen sehr gut mit Hydranten versorgt sei. Markus Sachsenhauser führte an, dass das für Wohnhausbrände zwar gelten möge. Für größere Gebäude seien Löschweiher von großem Wert – was der Brand einer Hopfendarre in Kleingründling unlängst gezeigt hätte. Das habe auch Kreisbrandrat Manfred Danner bestätigt. Bürgermeister Sailer versprach, sich noch einmal zu erkundigen. „Wenn die übergeordnete Feuerwehr das sagt“, werde der Markt seine Pläne freilich überdenken.

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