Auf dem Hof von Josef und Sonja Wimmer in Neuhub durfte sich der Minister im Hopfeneinhängen beweisen.
+
Auf dem Hof von Josef und Sonja Wimmer in Neuhub durfte sich Freie-Wähler-Chef Hubert Aiwanger (3. v. r.) im Hopfeneinhängen beweisen.

Wirtschaftsminister zu Gast im Hopfen-Markt

Wahlkampf-Besuch in Au/Hallertau: Erst kam das Hochwasser, dann kam Aiwanger

  • Andreas Beschorner
    VonAndreas Beschorner
    schließen

Hubert Aiwanger hat am Montag Au/Hallertau besucht. Vor Ort ging es erst ins Rathaus, dann probierte sich der Freie-Wähler-Chef an der Hopfen-Pflückmaschine.

Au/Hallertau – Es war „ein aufregender Tag“ für den Markt Au, wie Bürgermeister Hans Sailer am späten Montagnachmittag sagte: Erst kam das Hochwasser, dann kam Aiwanger. Der starke Mann der Freien Wähler war nach Au gekommen, um den FW-Direktkandidaten Karl Ecker im Wahlkampf zu unterstützen. Dass er sich dabei ins Goldene Buch des Marktes eintragen durfte – für ihn eine „große Ehre“, sagte Hubert Aiwanger.

Wenn Aiwanger aus seiner Limousine steigt, dann übernimmt er gerne das Ruder und die Regie. Auch am Montag: Die Teilnehmer an dem Treffen mitten in Au – neben Ecker und Sailer waren auch die beiden Landräte aus Freising (Helmut Petz) und Pfaffenhofen (Albert Gürtner) sowie MdL Benno Zierer gekommen – wurden gleich mal für ein Foto mit Aiwanger-passendem Hintergrund aufgestellt, also mit Kirche. Im Sitzungssaal wies der FW-Chef dann die Plätze zu, bevor er zum Kugelschreiber griff und sich ins Goldene Buch eintrug. „Wie schreibt ihr Hallertau?“, wollte Aiwanger wissen, der einen grünen Kugelschreiber dankend ablehnte.

Freie Wähler unter sich: Beim Wahlkampfbesuch in Au traf Hubert Aiwanger (2. v. r.) auf hiesige Parteifreunde.

Sailer holte Aiwanger dann aber schnell auf den Boden der politischen Probleme zurück: Die Überschwemmungen, die in den Morgenstunden den Markt Au ereilt hatten, wolle er nutzen, um den Hochwasserschutz voranzutreiben. Denn jetzt sei die Erinnerung daran bei den Menschen noch frisch. Doch der Erwerb von Grundstücken sei da oft ein großes Problem, für dessen Lösung sich Sailer gesetzliche Erleichterungen wie etwa Ausgleichsmöglichkeiten wünschte.

Probleme mit dem Baurecht thematisiert

Karl Ecker, zurückgekehrt an seine 24-jährige Wirkstätte im Sitzungssaal, ergänzte, das gelte auch für die Grundstücksverhandlungen beim Radwegebau. Und dann gebe es noch das Problem mit dem Baurecht: Der Markt Au habe eine Klage gegen den Bau eines Mehrfamilienhauses mit sieben Wohnungen verloren, weil man das Vorhaben im Überschwemmungsgebiet nicht zulassen wollte. Und was sei da am Vormittag dieses Montags überschwemmt worden? Genau: eben dieser Neubau. Der Bauträger des besagten Objekts weist die Kritik in einer Nachricht an das Freisinger Tagblatt derweil zurück - und spricht von einem nahezu unversehrten Gebäude.

Aiwanger lenkte den Blick dann in Richtung Hauptstadt: Die Freien Wähler wollten nicht nach Berlin in den Bundestag, „weil uns langweilig ist“, sondern weil sie „das Beste für die Heimat wollen“. Das sei im Freistaat schon bestens gelungen – Stichwort: dritte Startbahn, bei der es heute ohne die FW „ganz anders aussehen“ würde.

Nach dem Termin im Rathaus setzte sich der Tross zum Hopfenbaubetrieb von Josef und Sonja Wimmer in Neuhub in Bewegung, wo Aiwanger das Einfädeln in die Trennmaschine mitmachte und Wimmer bei dessen Plan, eine Pilot-Agro-PV-Anlage umzusetzen, Unterstützung zusagte. Und dann gab es noch ein Ständchen für Hubert Aiwanger: das „Holledauer Lied“, spontan intoniert und dargeboten von Karl Ecker und FW-Kreisvorsitzender Maria Scharlach.

Übrigens: Alles aus der Region gibt‘s jetzt auch in unserem neuen, regelmäßigen Freising-Newsletter.

Das Landkreiswetter

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare