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Waldkindergarten in Au könnte schon im September starten

Au/Hallertau - Es sieht ganz danach aus, als ob der Waldkindergarten in Au von Christian Keller schon bald Realität wird: Das Grundstück scheint gefunden, im September könnten die Kinder kommen.

„Es sieht sehr gut aus“, sagt Christian Keller und klingt erleichtert. Der 37-Jährige arbeitet seit Monaten intensiv an der Verwirklichung seiner, wie er sagt, „Herzensangelegenheit“: einem Waldkindergarten für Au. Nach einigem Hin und Her scheint nun das passende Grundstück zwischen Halsberg und Reichertshausen gefunden. Es handelt sich um eine Lichtung in einem kleinen freistehenden Waldstück, gut erreichbar über die Holzmair Straße.

„Ich war gerade erst noch einmal beim Jugendamt, es gibt noch Formalitäten zu klären“, sagt Keller am Montag im Gespräch mit dem FT. „Das Bauamt des Landratsamts hat sich die Stelle auch schon angeschaut und als geeignet befunden. Jetzt muss ich den Bauantrag bei der Gemeinde einreichen, um eine Betriebserlaubnis zu erhalten.“

Christian Keller mit seinem Sohn.

Sieben „definitive“ Anmeldungen habe er von Eltern bereits erhalten, sagt Keller. In der ersten Septemberhälfte könnte dann schon mit der Betreuung im Grünen begonnen werden. Einen Bauwagen und eventuell ein Tipi-Zelt soll es einmal geben, momentan muss ein Wohnwagen als Übergangslösung herhalten. „Den hat uns netterweise die Gemeinderätin Lucia Schmidmair-Kaindl gespendet“, sagt Keller.

Den Bauwagen will er dann bis November organisiert haben. Später einmal sollen dann 20 bis 25 Kinder in den Waldkindergarten gehen. „Das Waldstück ist umringt von Feldern, aber es sind einige größere Waldflächen in der Umgebung, die kann man leicht zu Fuß erreichen.“ Er wäre sehr glücklich mit dem Standort, sagt Keller, der künftig als Träger des Kindergartens fungieren will.

Den endgültigen Segen könnte es dann am 9. September in der nächsten Auer Marktratssitzung geben, wenn über den Bauantrag und den Pachtvertrag zwischen Gemeinde und Kindergartenbetreiber entschieden wird. Christian Keller habe dazu schon sämtliche Fraktionsvorsitzenden informiert, „und da kamen keine negativen Rückmeldungen“. Dass das Projekt noch im nächsten Monat starten könnte, hat auch für ihn ganz persönlich einen Vorteil: „Mein vierjähriger Sohn geht dann auch in den Waldkindergarten.“

Armin Forster

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