Otmar Weingarten (l.) und sein Nachfolger Erich Lehmair
+
Otmar Weingarten (l.), langjähriger oberster Interessensvertreter der Hopfenpflanzer, verabschiedet sich im kommenden Jahr in die Rente. Sein Nachfolger: Erich Lehmair. verband

Künftig werden Kompetenzen gebündelt

Wechsel an der Spitze von Hopfenpflanzerverbänden

An der Spitze der bedeutendsten Hopfen-Lobbyverbände bahnt sich ein Führungswechsel an. Damit werden künftig auch Kompetenzen gebündelt.

Hallertau – Sein Name hat Gewicht in der Branche des Grünen Goldes: Otmar Weingarten prägt seit 1991 als Geschäftsführer des Verbandes Deutscher Hopfenpflanzer, des Hopfenpflanzerverbandes Hallertau und des Verlages Hopfen Rundschau die Interessenvertretung der deutschen Hopfenpflanzer. Nach über 30 Jahren Engagement will der gelernte Volljurist Ende Februar 2022 – pünktlich zum gesetzlichen Rententermin – seine vielfältigen Aufgaben nun an Erich Lehmair als Vorstandsmitglied der HVG übergeben. Das wurde jetzt per Pressemitteilung bekanntgegeben. Weingarten plane demnach künftig eine Tätigkeit als niedergelassener Rechtsanwalt beziehungsweise Berater.

Basis für diese Entscheidung ist laut Mitteilung die einvernehmliche Zustimmung aller zuständigen Gremien auf Seiten des Verbands und der HVG, also des Vorstands und Aufsichtsrats der HVG, des Beirats des Hopfenpflanzenverbandes Hallertau sowie aller Regionalvorsitzender des Verbands Deutscher Hopfenpflanzer.

Neue Personalunion

Erich Lehmair ist als gelernter Diplom-Wirtschaftsingenieur seit 2002 für die HVG Hopfenverwertungsgenossenschaft tätig und seit 2013 stellvertretender Vorstandsvorsitzender. Er soll weiterhin in seiner Funktion bei der HVG verantwortlich sein und zusätzlich die Geschäftsführung in den beiden Verbänden und im Verlag übernehmen.

Hintergrund dieser neuen Konstellation ist laut Pressemeldung die bisher schon praktizierte enge Zusammenarbeit zwischen den beiden Organisationen der Hopfenpflanzer. „Mit diesem Schritt sollen für die Zukunft wichtige Weichenstellungen erfolgen, um weiterhin die Interessen der Hopfenpflanzer zu bündeln und schlagkräftige Organisationen zu erhalten“, sagt Otmar Weingarten. Bereits heute gebe es enge personelle Verflechtungen in den Leitungs- und Aufsichtsgremien von HVG und den Hopfenpflanzerverbänden.

Zusammenwachsen der Organisationen erhofft

Adi Schapfl, Präsident des Verbandes Deutscher Hopfenpflanzer, Vorsitzender des Hopfenpflanzerverbandes Hallertau und Aufsichtsratsvorsitzender der HVG, erklärte dazu: „Durch diesen Schritt wachsen unsere Pflanzerorganisationen noch enger zusammen und werden gestärkt die zukünftige Hopfenproduktion maßgeblich im Sinne der Pflanzer mitgestalten.“

Man habe das große Glück, „dass wir in der HVG sowie bei den Hopfenpflanzerverbänden engagierte und kompetente Teams an Mitarbeitern haben, mit deren Hilfe wir uns für die Zukunft hervorragend aufstellen können.“ Die noch engere Verzahnung der Leitung der Verbände mit der Führung der HVG sei „logisch, richtig und zukunftsweisend“.

Schapfl betont aber auch, dass die Hopfenpflanzerverbände und die HVG weiterhin als eigenständige Organisationen erhalten bleiben sollen: „Verband und HVG haben unterschiedliche Aufgabenstellungen und Strukturen.“ Es mache „sehr viel Sinn“, die Aktivitäten noch enger zu koordinieren. Gleichzeitig würden die eigenständigen Strukturen aber auch weiterhin am besten „unsere Hopfenproduktion abbilden“ und eine „bestmögliche Wahrnehmung von uns Pflanzern bei Politik, Brauern und Öffentlichkeit erlauben“.
ft

Fest der Sinne fällt wegen Corona aus - Bekommt Nandlstadt dafür einen Kultur-Sommer?

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare