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Beim Anblick dieser Fotomontage kommt den Windkraftgegnern aus Haslach das Grauen: Sie können sich nicht vorstellen, dass bis zu 200 Meter hohe Windräder ihre Landschaft prägen.

Windkraftanlage im Gemeindegebiet Nandlstadt

Windrad-Sorgen in Haslach: Bürgerinitiative will Anlage verhindern

Haslach – Mit einer Bürgerinitiative wollen Windkraftgegner den Bau zweier Windräder verhindern, die im Gemeindegebiet von Nandlstadt geplant sind. Federführend dabei: Bürger aus dem Dorf Haslach (Markt Au), die sich besonders betroffen fühlen.

Die Motivation für die Gründung der Initiative erklärt Marlene Vaughan aus Haslach wie folgt: „Vor zwei Wochen bekam der Markt Au einen Ordner mit rund 1000 Seiten: Der Antrag für die Baugenehmigung. Die Bauvoranfrage von vor knapp zwei Jahren wurde damals positiv beschieden. Weil so manche Unterlage fehlte, klagte die Gemeinde Nandlstadt, man einigte sich jedoch.“ Vaughan vermutet, dass „damals sicherlich manchem Nandlstädter Marktrat die Dimension der Windräder noch nicht geläufig gewesen“ sei. „Auch die Wertminderung einiger Immobilien und Grundstücke dürfte erheblich sein.“

Sorgen bereiten den Bürgern nämlich gleich mehrere Aspekte: Zum einen befürchtet man eine Verschandelung der Landschaft, die die beiden Windräder mit einer Höhe von knapp 200 Metern verursachen würden. „Da bekommt der Kirchturm von Haslach mächtig Konkurrenz.“ Und dass die Windkraftanlagen nicht nur stumm in der Gegend herumstehen würden. „Vielmehr verursachen die Rotorblätter sirrende Geräusche, der Motor in der Nabe entwickelt kaum hörbare hohe Töne und je nach Sonnenstand verdunkelt sich das Wohnzimmer stroboskop-artig“, fasst Marlene Vaughan im Namen der Dorfgemeinschaft Haslach die Bedenken zusammen.

Bürgermeister Ecker will einen Anwalt einschalten

Bei einer Bürgerversammlung im Feuerwehrhaus des Auer Ortsteils standen die Windräder am vergangenen Freitag deshalb im Mittelpunkt der Debatte. Die Haslacher setzen nun ihre Hoffnung in Bürgermeister Karl Ecker: Der habe in der Versammlung versprochen, einen Fachanwalt einzuschalten und sich beim Landratsamt für eine Fristverlängerung für die Bearbeitung des Antrages stark zu machen. So habe er nicht nur vier, sondern sechs bis acht Wochen Zeit für die über 1000 Seiten.

afo

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